Mangold- Lauch- Tarte

Letzen Sommer habe ich mich richtig verliebt. Das Gefühl hat mich einfach überfallen und ich konnte nicht lange widerstehen. Zum ersten Mal habe ich ihn bei meiner Nachbarin im Garten gesehen. Er stand da, etwas schüchtern, von der Sonne durchflutet, eine fremde Erscheinung…Ich war wie elektrisiert, den musst du haben…Die Affäre hat angefangen. Natürlich hat mein Mann etwas gemerkt. Eine stundenlange Abwesenheit, strahlende Augen, gerötete Wangen, haben mich schnell verraten. Die Ehe geriet fast in eine Krise. Mein Mann hat sich beschwert: ,, Du hast jetzt keine Zeit für mich, bist nur noch im Garten, bald schläft du auch da”. Wie nah er an der Wahrheit war…Ob ich eine Erklärung habe? Kann man die Gefühle erklären? Ich kann Euch Fotos zeigen, damit Ihr mich vielleicht etwas versteht. Wie kann man sich bei diesem Anblick nicht verlieben?
Um die Ehe zu retten, musste ich Opfer bringen. Eines Tages ist mein Mein Mann mit einem scharfen Messer in den Garten gegangen: ,, So, heute wird geerntet“ . Ich wusste, die Zeit ist reif. Kurz danach kam er zurück mit einem Bündel Mangold auf dem Arm und rief: Darling, koch was Leckeres. Und dann gab es Mangold- Suppe, gedünsteten Mangold und Mangold- Pfanne. Plötzlich kannte ich keine Rezepte mehr. Zum Glück habe ich auf einem ganz tollen Blog von Katie Webster ein leckeres Mangold- Rezept entdeckt. Eine herzhafte Tarte mit Mangold und Porree belegt, es ist ein richtiger Gaumenschmaus. Ich habe sie noch mit tiefgefrorenen Himbeeren verfeinert und nach Geschmack mit Kumin, Knoblauch und Paprika gewürzt. Diese Tarte kann ich Euch nur empfehlen. Übrigens, mein Mann hat sich auch verliebt 😉

Mangold- Lauch- Tarte:

Die Zutaten:
3/4 Tasse Mandel- Blättchen
1 1/2 Tasse Vollkorn- Mehl
1/2 Tasse Weizenmehl
1/2 Teelöffel Zucker
1/2 Teelöffel Salz
1/3 Tasse Rapsöl
3 EL Eiswasser
 
Der Belag:
3 EL Olivenöl
250 g Mangold- Blätter
1 Stange Lauch
1/2 TL Salz
1/2 TL Pfeffer
1/2 TL Thymian
2 EL Wasser
 
2 EL Mandelblättchen
1/2 Tasse Himbeeren
 
Der Guss:
1/2 Tasse Mandelblättchen
1/2 Tasse Wasser
2 Eier
100 g Käse
 
etwas Butter für die Form
 
1. Den Ofen auf 190 Grad vorheizen. Eine Tarte- Form (23 cm Durchmesser und etwa 4 cm hoch) mit herausnehmbaren Boden, leicht buttern. ¾ Tasse Mandelblättchen in einer Küchenmaschine fein mahlen. Für alle, die keine Küchenmaschine besitzen, ich habe die Blättchen mit einem Küchenstab zerdrückt, es geht auch 🙂 Vollkorn- Mehl, Weizen-Mehl, Zucker und Salz hinzufügen. Rapsöl und richtig kaltes Wasser hinzufügen( ich stelle eine Tasse mit Wasser kurz in ein Eisfach) und das Ganze zu einem glatten Teig verrühren. In Folie wickeln und kurz kühl stellen. Dann den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche ca. 0,5 mm dick ausrollen und die Tarte- Form damit auslegen. Den Teig am Rand etwas hochziehen und ihn für 30 Minuten in den Kühlschrank stellen. Danach den Teig- Boden etwa 20 Minuten backen. Anschließend den Boden aus dem Ofen nehmen und mit gedünsteten Mangold und Porree belegen.
2. Der Belag: die Mangold-Blätter 30 Sekunden lang in kochendem Salzwasser blanchieren, kalt abspülen und klein hacken. Porree in feine Ringe schneiden. In einer Pfanne Lauch mit Olivenöl unter häufigem Rühren andünsten, bis der Lauch weich wird und beginnt braun zu werden, etwa 10 Minuten. Salz, Pfeffer, Thymian hinzufügen und nach Geschmack würzen. Den gehackten Mangold dazugeben und alles zusammen andünsten. Wasser hinzufügen und alles kochen, bis die Flüssigkeit verdampft. Himbeeren zusammendrücken und auf Seite stellen.
3. Der Guss:
½ Tasse Mandelblättchen und ½ Tasse Wasser in einen Mixer geben und glatt pürieren. Eier hinzufügen und alles zusammenrühren. Käse reiben und unterheben.
4. Die Temperatur im Ofen auf 170 Grad reduzieren. Das Gemüse auf den Teig- Boden füllen, mit dem Guss übergießen und mit den zerdrückten Himbeeren und 2 EL Mandelblättchen belegen. Die Tarte etwa 40 Minuten goldbraun backen. Guten Appetit !

Liebe Grüße

Edyta

Kekse Igel und Füchse

kekse-Igel-und-fuchseDie Welt ist unruhig, das Wetter schlecht und ich erzähle Euch von Plätzchen backen. Vielleicht soll man als Blogger eine Stellung nehmen, dazu was gerade in der Welt passiert und es hier veröffentlichen…Wie kann ich weiter machen und gemütlich Plätzchen backen? Ich denke, soll sich ein Internet-Besucher auf meine Seite verwirren, höchstwahrscheinlich wird er von mir ein leckeres Rezept erwarten, statt meine politische Meinung hören wollen. Also ganz kurz: ich fühle mich von den Ereignissen in Paris sehr bedrückt und möchte ein tiefes Mitleid aussprechen. Wir müssen weiter machen, egal was noch passieren mag…

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Kekse Igel und Füchse:

125 g Butter

200 g Mehl
50 g Speisestärke
125 g Puderzucker
Salz
1 EL eiskaltes Wasser
4 Tropfen Butter- Vanilla- Aroma

Mandelstifte, Mandelblättchen, Orangeat, Schwarzkümmel


Die Zubereitung: Mehl, Speisestärke, Puderzucker, Salz vermischen. Butter in kleinen Stücken, ein Ei, ein Esslöffel kaltes Wasser und Butter- Vanilla-Aroma hinzufügen und schnell verkneten. Eine Rolle formen und in den Kühlschrank für 2 Stunden stellen. Danach die Rolle in kleine Scheiben schneiden. Aus der Scheibe eine Kugel formen. Ich habe eine Schablone in Form einer Träne aus dem Backpapier rausgeschnitten. Die Kugel auf der Schablone zu einem Igel formen.  Also hinten dick und spitz, vorne spitz zulaufend. Jetzt brauchen wir noch Stacheln aus den Mandelstiften, einfach in den Teig stecken, zwei kleine Augen- ich habe Schwarzkümmel genommen. Fertige Igel auf das Backblech legen und im vorgeheiztem Backofen bei 180 Grad etwa 10 Minuten backen.

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Kleine Füchse machen wir nach demselben Rezept. Also wieder die Rolle in Scheiben schneiden, aus der Scheibe eine kleine ovale Kugel kneten- für den Kopf, etwas grössere Kugel- für den Bauch und ein längliches Stück für das Schwänzchen. Kugel zusammenfügen, Mandelstifte schräg auf dem Kopf legen- für das Schnäuzchen. Mandelblättchen als Ohren stecken, mit Orangeat verzehren, um etwas mehr Farbe zu bekommen. Fertig! Guten Appetit 🙂

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Liebe Grüße

Edyta

Weckmänner aus dem Hefeteig für Saint Martins Tag

weckmanner-aus-dem-hefeteig-fur-saint-martins-tagBald ist wieder Saint Martinstag und eigentlich wollte ich Martinshörnchen backen. Vielleicht kennt Ihr diese süssen Croissants, die so zart sind, dass sie auf der Zunge zerfallen, mit einer Füllung aus Nüssen, Datteln, Rosinen, Vanille und Weissmohn. Dazu kommt noch eine Zuckerglasur mit Nüssen…das ist doch ein Gedicht 🙂 Selbst wenn man die Beschreibung liest, fühlt man sich glücklich. Nun wo bekomme ich Weissmohn her? Schaffe ich das bis zum 11.11? Ich muss schon jetzt was backen, um Euch zu überraschen…Da kommt mir ein altes Rezept gerade recht. Wollen wir nicht zusammen klassische Weckmänner backen? Beim Kneten habe ich nur im einen Gedanken im Kopf, wie war das noch in der Volkssage? Wenn du keinen Mann hast, backe dir einen, aber egal wie ich mich bemühe, rolle schmale, muskulöse Waden aus, formiere kräftige Arme, mache ein intelligentes Gesicht, nachdem sie im Ofen lange genug gebacken haben, verformen sich die Kerle zu einem Hampelmann…dafür schmecken sie zum Glück sehr gut 🙂 Ich habe eine besondere Art der Zubereitung gewählt, die in manchen Ländern unter dem Namen ,, der Ertrunkene” bekannt ist. Der Hefeteig wird im kalten Wasser getaucht und geht nach einer Zeit auf. Jetzt noch in einem Sieb gut abtropfen lassen und man kann den Teig weiter bearbeiten. Natürlich könnt Ihr eine Ausstechform nehmen, ich finde es aber mehr kreativ, wenn wir etwas mit den eigenen Händen machen, selber kneten und gestalten. Ihr könnt den Weckmann beliebig dekorieren, denkt aber bitte dran, der Heilige Martin war ein Asket, der bescheiden gelebt hat, er hat seinen eigenen Mantel mit einem Bettler geteilt. Ein paar Rosinen, Orangeat, Chia Samen oder Goni-Beeren sind hier ausreichend. Nach Belieben kann man den Weckmann nach dem Backen mit Zucker bestreuen 🙂 Das war`s. Bei Fragen, bitte melden 🙂
rezept-hefe-weckmannerMeine Weckmänner aus dem Ertrunkenen Teig:

Zutaten:


1 kg Mehl

100 g Zucker
4 Eier
24 g Hefe
0,5 Glas Milch
250 g Butter
Zum Dekorieren: Rosinen, Zucker, Orangeat, Chia Samen

Zubereitung:

Hefe und 1 EL Zucker in handwarmer Milch lösen, Eier, Mehl und Butter hinzugeben und gut kneten.  Zu einer Kugel formen und in einen grossen Topf mit kaltem Wasser legen, die Kugel muss komplett mit Wasser bedeckt sein. Wenn die Kugel auf der Wasseroberfläche schwimmt, ist sie fertig. Nun geben wir den Zucker hinzu und kneten alles zusammen. Den Teig aufgehen lassen und danach die gewünschten Weckmänner formen. Ein echter Weckmann hat eine Pfeife. Die kann man aus zwei Mandelstiften machen, jetzt fällt es mir ein, ich habe ziemlich kleine Kerle gebacken, etwa 10 Stück haben auf ein Backblech gepasst. Im vorgeheizten Backofen  bei 180 Grad etwa 30 Minuten, nicht zu dunkel. Fertig! Guten Appetit!

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Genieße die Zeit

Edyta