Doeppekooche aus der Eifel

Das Rezept für Doeppekooche aus der Eifel stammt aus meiner Wahlheimat. Zuerst für alle, die wie ich früher nicht wissen, wo Eifel liegt, eine kurze Erklärung. Eifel ist Teil des Rheinischen Schiefergebirges und liegt zwischen Aachen im Norden, Trier im Süden, Koblenz im Osten und auf den belgischen und luxemburgischen Gebieten im Westen.
Bekannt ist die Eifel durch Gerolsteiner Sprudel, Bitburger Bier, Eifeler Schinken, Vulkane, Maare, wunderschöne Wanderwege oder Nürburgring. Wer wissen will, was Eifelgold ist, soll uns ab Mitte Mai besuchen. Tausende zarte, gelbe Ginster- Blüten leuchten um die Wette. Der felsige, karge Boden lässt den Ginster hier schön wachsen, aber eben dieser Boden und die Witterung, waren schon immer Gründe für schlechte Ernten in der Eifel. Hunger und Armut haben diese Gegend über Jahre geprägt und Eifel wurde als Preußisch Sibirien bezeichnet. Es gab keine bedeutenden Rohstoffe oder Bodenschätze und die Bevölkerung lebte von der Landwirtschaft. Schlechtes Wetter, zu hohe Niederschläge und niedrige Temperatur haben oft zu Missernten geführt. Die Ernährung war sehr schlicht. Kartoffeln, Weißkohl( Kappes), gekochte Beeren und Früchte kamen oft auf den Tisch. Fleisch gab es selten. ,, Täglich Brei und nix dabei“ lachten die reichen Rheinländer über die Eifel-Küche.
 Zurück zu meinen Recherchen. Viel habe ich von den berühmten Eifeler Buchweizen- Knödeln gehört, leider habe ich sie nie gegessen. In einer alten Dorfschänke, tief in der Eifel, saßen die Einheimischen gemütlich bei einem Stubbi und erzählten Geschichten von früher. ,, Ja, die besten Kniedeln hat Johanns seine Frau gemacht, Johann, der hatte doch eine Mühle. So lecker Kniedeln hast du nicht mal in Köln bekommen. Mit Zwiebeln und Schonk hat sie die Kniedeln gebraten. Ganz juut.„
Ob ich ein Rezept haben könnte?
,, Ein Rezept? Es gab kein Rezept. Diese fleißige Frau hat Mehl mit Wasser gerührt und fertig waren die Kniedeln. Viel Zeit gab es damals nicht. Man musste hart arbeiten. Und die Kinder hatten immer Hunger.“
Und heute, kocht ihr die Knödeln auch heute?
Jupp* macht ein verlegenes Gesicht:
,, Nein, nicht mehr. Sie sind nicht mehr modern. Es war ein Arme-Leute-Essen. Wir haben die Kniedeln gern gegessen aber mein Junge…Mein Junge wollte keine Kniedeln. Er sagte: ,, Die Kinder von dem dicken Bauer essen Butterschmier mit Schonk und trinken schwarzen Kaffee von Luxemburg und bei uns nur Kniedeln und Muckefuck“. Recht hatte er.“
Jupp trinkt seinen Korn aus und steht auf : ,, So, ich muss noch nach dem Holz kucken. Man sieht sich“. Schon wieder muss ich an den Satz denken: rau und herzlich ist das Wetter in der Eifel, genauso wie seine Einwohner.
Der Gedanke an Knödeln macht mich hungrig. Es muss aber ein anderes Rezept geben, was ich Euch heute zubereiten kann. Der alte Nikla denkt nach: ,, Mein Mom machte immer Doeppekooche… Dat is was Feines, mach Doeppekooche. Mit Ääpelkompott. Ich weiß, wie dat geht.“
Und schon notiere ich auf einem Bierdeckel das einfache Rezept. Man braucht nicht viel. Kartoffeln, Zwiebeln, Eier und kein Fleisch. Lecker. Ich wünsche Euch : Guten Appetit. Oder wie man in der Eifel sagt: Guten Hunger!

Doeppekooche aus der Eifel:

Die Zutaten:

1 kg Kartoffeln
2 Eier
2 Zwiebeln
Salz, Pfeffer, Muskat
etwas Fett
2 EL Haferflocken
 
Kartoffeln waschen, schälen und mit einer Reibe fein raspeln. Was übrig bleibt, kann man grob raspeln. So bleiben die Finger heil. Kartoffelmasse noch etwas ausdrücken, Flüssigkeit wegschütten. Zwiebeln fein raspeln. Jetzt die Eier und Haferflocken dazu geben und alles miteinander verrühren. Die Kartoffelmasse mit Salz, Pfeffer und Muskat würzen. Einen Bräter einfetten und den Backofen auf 180 Grad vorheizen. Die Kartoffelmasse in den Bräter einfüllen und den Doeppekooche etwa 2 Stunden ohne Deckel backen. Mit Ääpelkompott, Entschuldigung, mit Apfelkompott servieren. Und dann guten Hunger 🙂

 

 

 

 

* Die dargestellten Personen sind frei erfunden. Etwaige Ähnlichkeiten mit real existierenden Menschen wären rein zufällig. Alle beschriebenen Handlungen sind zwar an die Realität angelehnt, beziehen sich aber nicht auf konkrete Begebenheiten 😉

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Einfacher Kastenkuchen

Einfacher-KastenkuchenAm Aschermittwoch ist alles vorbei. Fettige Speisen, Fleisch und Alkohol, sind in den nächsten Tagen tabu. Jetzt heißt es: entschlacken und entgiften. Angesagt sind Säfte, Tees und stilles Wasser, alles was dem Körper gut tut und unsere Leber und Nieren entlastet. Ich habe vor, es durchzuziehen, auch wenn es schwer vorkommt. Bald gibt es Valentinstag und ich habe für Euch schon etwas vorbereitet, so habe ich keine Ausrede für diesen Tag. Und heute habe ich einen ganz leichten Kastenkuchen. Ohne Öl oder Butter gebacken, nur mit Frischkäse kann er fast als ein Diät-Kuchen gennant werden. Wenn es sowas gibt. Idealer Snack nach den fettigen Pfannkuchen und vor dem Fasten für alle, die so schwer auf Zucker verzichten können. Guten Appetit 🙂
Leichter-Puddingkuchen

Einfacher Kastenkuchen:

Die Zutaten:

250 g Frischkäse
1 Päckchen Vanillinzucker
200 g Zucker
4 Eier
knapp 300 g Mehl
1 Päckchen Vanille- Puddingpulver (zum Kochen)
1 Päckchen Backpulver
100 ml Milch
 

Zubereitung:

Den Backofen auf 180 Grad vorheizen und eine Kastenform ( 30 cm) einfetten und mit Mehl bestäuben. Zuerst den Frischkäse, Zucker und Vanillin- Zucker mit den Quirlen des elektrischen Handrührers schlagen.
Dann die Eier einzeln gründlich untermischen. Den Vanille- Pulver in einen Messbecher geben und so viel Mehl dazugeben, dass es zusammen 300 g ergibt. Anschließend den Backpulver dazu geben und die Mehlmischung langsam mit dem Mixer oder – so ist es mir lieber – mit einem Kochlöffel einrühren. Jetzt noch 100 g Milch unter den Teig rühren. Teig in die vorbereitete Kastenform füllen und 30 Minuten backen. Ca. 15 Minuten abkühlen lassen und aus der Form lösen.Je nach Vorliebe den Kuchen entweder mit Puderzucker bestäuben oder mit Schoko- Glasur bestreichen, beides schmeckt sehr lecker. Pur schmeckt er aber auch gut 😉
Pudding-Kastenkuchen

Die Quelle: Leichter-Puddingkuchen bei Wochenblatt. com( leider kann ich die Seite nicht mehr verlinken, das Rezept ist nicht mehr da).

Bis zum nächsten Mal, Edyta

Käserollen- zwei Zubereitungsmethoden

käserollen-zwei-ZubereitungsmethodenWissenschaftler haben festgestellt, um gut durch die Karnevalstage zu kommen, braucht man eine solide Grundlage. Mit einem Apfel oder Salat, also das was wir Frauen so gerne essen, ist es nicht getan. An diesen Tagen braucht man eher fettige, kalorienreiche Speisen. Ein deftiger Gemüse- Eintopf oder eine leckere Käserolle eignen sich ideal. Mein Opa hat auf saure Gurken geschworen, um dem Kater nach dem Feiern vorzubeugen. Ich erinnere mich an fröhlich- feuchte Namenstage, die man bei uns zu Hause gefeiert hat. Obligatorisch gab es Gemüsesalat mit Mayonnaise, gefüllte Eier, marinierte Pilze, Wurstplatte und natürlich auch saure Gurken. Es wurde getanzt und gefeiert bis spät in die Nacht. Ich mache die Augen zu und sehe sie alle. Meine Tante Leongina mit lockigen, rötlichem Haar, groß, dürr, immer in einem Kleid oder Rock, wie auf den Fotos aus den 20er Jahren. Habe ich sie jemals in einer Hose gesehen? Ihr Mann Jacek, strahlende blaue Augen, blonder Haarschopf, nichts konnte ihn aus der Ruhe bringen, nicht einmal seine vier Kinder. Dann gab es den Bruder von meinem Vater Jan und seine Frau Helena, die als Kind mit ihrer ganzen Familie in sibirische Gefangenenlager verbannt wurde. Leute, die aus ,,Gulag- Lager“ zurück gekommen sind, wussten genau was Schlemmen heißt. Dann gab es noch zwei Schwestern von meiner Mutter, Sabina und Leokadia mit den Familien, und den Opa, der nach dem Tod seiner Frau zum zweiten Mal geheiratet hat. Bei jeder Gelegenheit hat man eine Familienanekdote erzählt, als der Opa meinen Vater gefragt haben soll: weißt du noch als ich geheiratet habe? Bei dieser Geschichte haben alle Tränen gelacht, bis heute weiß ich nicht so richtig warum…Schließlich gab es noch meine Eltern. Die Mutter mit den dunklen, besorgten Augen, eher schüchtern und bis heute so herrlich naiv und den Vater, der Musik so geliebt hat, dass er sich Akkordeon spielen selber beigebracht hat. An solchen Familientreffen hat er immer traurige Stücke aus der verlorenen Heimat vorgespielt. Als das jüngste Kind in der Familie, von beiden Seiten, musste ich mich immer in eine Ecke verstecken, um nichts von den Geschehnissen zu verlieren. Die Mutter rief ins Bett, aber der Abend war gerade so spannend. Es wurde erzählt und gelacht, jemand hat geweint, die anderen haben gestritten, weil Alkohol und Zeit die Erinnerungen getrübt haben und man sich nicht mehr einigen konnte. Es wurde gefeiert, geraucht und getrunken, als ob es kein Morgen mehr gäbe.
  Die Stimmen werden immer leiser, die Musik verstimmt, das Parfüm von meiner Tante verweht. Alles vorbei. Ich vermisse Euch so sehr…

Käserolle und zwei Zubereitungsmethoden:

 

Käserolle mit Champignons und Tomaten:

 
500 g Gouda- Käse
100 g Kräuter- Frischkäse
eine Schalotte
1 Glas Champignons
1 El Öl
100 g getrocknete Tomaten
Knoblauch, Gewürze
 
1. In einem Topf Wasser aufkochen. Den Käse in einen Gefrierbeutel geben, gut zubinden, damit beim Kochen nichts ausläuft und ins Wasser legen. Bei mittlerer Hitze schmelzen lassen. Es dauert etwa 20 Minuten. Ab und zu umdrehen, damit der Käse besser schmelzt. Den geschmolzenen Käse auf einer Unterlage zwischen zwei Lagen Frischhaltefolie zu einem Rechteck (ca. 30 x 20 cm) ausrollen und mit der Frischkäsefüllung so bestreichen, dass rundherum noch ein Rand frei bleibt.
2. Die Frischkäse- Füllung: Schalotte, Knoblauch hacken und in einer EL Öl anbraten. Champignons kleinschneiden, in die Pfanne geben und kräftig anbraten. Würzen mit Salz und Pfeffer, wer es mag, kann einen Hauch Chili dazu geben. Etwas abkühlen lassen. Tomaten klein schneiden. In einer Schüssel Kräuter- Frischkäse, Champignons, Tomaten untermischen und auf dem Käse verteilen (auf einer Seite etwa 4 cm frei lassen, sonst quillt es beim Aufrollen heraus)
3. Die Rolle mithilfe der unteren Lage der Frischhaltefolie vorsichtig aufrollen und mit den Händen vorsichtig festdrücken. In Frischhaltefolie wickeln und mind. 1 Std. im Kühlschrank kühlen. Zum Servieren die Rolle mit einem Messer in ca. 2 cm dicke Scheiben schneiden.
 
 

Käserolle mit Oliven und Kräutern:

8 Scheiben Käse: Gauda, Emmentaler
100 g Kräuter – Frischkäse
grüne Oliven
Kräuter: Petersilie, Schnittlauch
Gewürze
drei getrocknete Tomaten
 
1. Den Ofen auf 200 Grad vorheizen. Die Backform mit Alufolie und Backpapier auslegen. Den Käse so verteilen, dass die Scheiben leicht überlappen. Dann kurz in den Backofen schieben und den Käse leicht schmelzen lassen, nicht zerlaufen lassen. Etwas abkühlen lassen. Darauf den Frischkäse verteilen. Oliven und getrocknete Tomaten klein schneiden, Kräuter hacken und auf dem Käse verteilen. Nun den Käse mithilfe des Backpapiers von der kurzen Seite her aufrollen und in den Kühlschrank legen und fest werden lassen. Guten Appetit.
 
Käserolle ist ein köstliches und einfaches Rezept für jede Party und lässt sich gut nach dem eigenen Geschmack oder Lust und Laune variieren. Vegetarisch, oder mit Schinken, Eiern, Paprika. Es geht alles. Ich habe zwei Zubereitungsmethoden verglichen und mich für die zweite Methode begeistert. Es geht schneller, der Käse ist gleichmäßig dick und man kann sich das Ausrollen sparen. Auch optisch gefällt sie mir besser. Ich muss aber dazu sagen, dass die Tomaten- Champignons- Füllung mir besser geschmeckt hat. Alles Geschmacksache 🙂

 

Lasst Euch gut gehen, Eure Edita

Die leckersten Apfel-Ballen auf der Welt

die-leckersten-apfelballen-auf-der-weltTraditionell werden bei uns am Fetten- Donnerstag Schmalz- und Fettgebäck zubereitet. Laut alter Sage soll jeder an diesem Tag mindestens einen Berliner essen, um sich Glück und Wohlstand für den Rest des Jahres zu sichern. Ich habe für Euch keine Berliner mitgebracht…Nein. Ich habe etwas viel Besseres gefunden. Das heutige Rezept ist für mich der Sieger des Jahres 2016. Gut, das Jahr hat erst angefangen und vielleicht finde ich andere leckere Rezepte, die ich Euch vorstellen darf, diese leckeren Bällchen haben mich einfach verführt. Ich habe sie schon dreimal in zwei Wochen gebacken und sobald der Teller leer wird, träume ich schon von der nächsten Ladung. Sehr gefährlich. Ich weiß nicht, wie die Mädels von Kochmädels auf dieses Rezept gekommen sind, ich möchte mich aber bei ihnen herzlich bedanken. Ich muss zugeben, zuerst war ich skeptisch. Am liebsten backe ich mit Butter, oder Margarine. Ölteig war nie mein Ding. Zu schwer, zu fettig, zu mächtig. Dann habe ich gelesen, dass man die Bällchen per Hand knetet und ratzfatz sind sie fertig. Ob das gut geht? Der Teig bei mir war etwas klebrig, vielleicht, weil ich aus Versehen Oliven- Öl verwendet habe. Aus den angegebenen Zutaten macht man 6-9 Bällchen, bei mir waren es jedes Mal zwei Bleche voll, also exakt 14 Bällchen. Wahrscheinlich habe ich sie etwas kleiner geformt. Ich muss zugeben, die sahen etwas rustikal. Hmm… Schnell in den Ofen und abwarten. Zuerst war das der Duft aus dem Ofen, der mich neugierig gemacht hat. Dann habe ich die warmem Bällchen im Zimt und Zucker gewälzt und es roch noch besser. Die Bällchen sahen unscheinbar und wie gesagt, etwas rustikal. Mit Vorsicht habe ich ein kleineres Bällchen rausgesucht und gekostet. Mmmm…wie lecker. Ein Gedicht. Augen zu und genießen…Diese Apfel- Bällchen möchte ich Euch heute mit ruhigem Gewissen empfehlen. Das wird Euch sicher schmecken. Guten Appetit 🙂
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Die leckersten Apfel-Ballen auf der Welt:

Die Zutaten:

200 g Magerquark

100 ml Rapsöl, bei mir Olivenöl

Vanille- Zucker

110 g Zucker

300 g Weizenmehl

10 g Backpulver, 1 EL bei mir

2-3 Äpfel

Zum Wälzen

Zucker, Zimt

Zubereitung:

1. Zuerst habe ich den Ofen auf 180° C Umluft vorgeheizt und zwei Backbleche mit Backpapier ausgelegt. Dann wird Quark, Zucker, Vanille- Zucker und Öl in einer Schüssel gerührt. Das Mehl mit dem Backpulver sieben und zum Quark geben. Alles zusammen kneten. Der Teig war etwas klebrig, die Kochmädels beruhigen, so soll es sein 🙂

2. Jetzt noch schnell Äpfel schälen und in grobe Würfel schneiden, so bleiben sie schön saftig. Die Äpfelchen zu dem Teig geben und Ballen formen, wie gesagt, bei mir sind es jedes Mal 14 Ballen, auch beim Essen finde ich diese Größe ideal. Die Bällchen auf dem Blech verteilen und 25 Minuten im vorgeheiztem Backofen backen. In einer Schüssel Zucker und Zimt rühren, die Menge darf jeder selber bestimmen, nach Eurem Geschmack. Noch warme Bällchen im Zimt- Zucker wälzen. Und endlich genießen 🙂

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Bunte Confetti- Torte

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Der Karneval wird bestimmt lustig. Bei der Zubereitung des heutigen Kuchens habe ich so gelacht, wie noch nie in meiner Küche. Im Karneval muss es bunt sein und ich habe mir ein ganz buntes Rezept ausgedacht: eine Confetti-Torte. Zuerst habe ich ein Biskuit gebacken. Nachdem ich alle Küchenschränke durchsucht habe und kein Weizenmehl gefunden, dafür aber jede Menge Vollkorn-, Buchweizen und Dinkel- Mehl, konnte ich ein Dinkel- Mehl- Biskuit- Rezept ausprobieren. Der Kuchen ist gut gelungen, vielleicht nicht so hoch, wie mein Lieblingsbiskuit aus Weizenmehl, ich war aber zufrieden. Die größte Schwierigkeit bei einem Biskuitboden liegt im Durchschneiden. Dafür braucht man eine starke und ruhige Hand. Mein Mann hilft mir immer dabei, er hat schon den Mohn- Kuchen oder das Zupf- Brot sehr akkurat geschnitten. Zur Sicherheit habe ich noch nachgefragt: meinst du, du kannst den durchschneiden? Klappt es?

Es kam eine selbstsichere Antwort: Jaaa!

– Kannst du ihn auch dreimal durchschneiden?

– Dreimal oder zweimal! Was für ein Unterschied, sicher kann ich das!

Ich habe schnell entschieden: schneide ihn zweimal durch, er ist nicht so hoch wie sonst.

Gerade habe ich geschafft, ein Päckchen Sahne aus dem Kühlschrank rauszuholen, schon hörte ich eine zufriedene Stimme: Feeertig!

Das ging aber schnell, kam mir durch den Kopf. Ich drehte mich rum und sah den Biskuit. Der war durchgeschnitten, aber…von oben. In zwei Teile.

Vor Lachen habe ich mich auf den Boden gesetzt. Mit stolzer Miene stand mein Mann neben dem Kuchen und kuckte mich an. Meinen Lachanfall konnte er nicht verstehen.

– Wie bitte soll ich daraus eine Torte machen? Fragte ich und lachte immer mehr, als ich sein stutziges Gesicht sah.

So fröhlich kann der Karneval beginnen 🙂 Die heutige Torte widme ich für alle, die auch eine so hilfreiche Hand in der Küche haben!

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Bunte Confetti- Torte:

Zutaten für den Biskuitboden:

5 Eier

125 g Zucker

100 g Stärkemehl

100 g Dinkel- Mehl Type 630

2 TL Backpulver

Die Füllung:

3 Galaretka in verschiedenen Farben oder Götterspeise*

750 ml Wasser

200 ml Schlagsahne

4 Blatt Gelatine

und 100 ml Schlagsahne

2 Blatt Gelatine

Die Zubereitung:

1. Eine Springform 24 cm mit Backpapier ausgelegen. Die Form darf auf keinen Fall gefettet werden, sonst fällt die Masse zusammen. Alle Zutaten sollen Zimmertemperatur haben, damit sie sich gut miteinander verbinden können. Den Backofen auf 180 Grad bei Ober-/Unterhitze vorheizen. Eier und Zucker etwa fünf Minuten schaumig schlagen, die Masse muss sich danach verdreifacht haben. Das Stärkemehl mit Dinkel- Mehl und Backpulver mischen und unter die Eimasse leicht unterheben. In eine Springform füllen und bei 180 Grad (Umluft 160 Grad) 25 bis 30 Minuten backen. Den Biskuit vollständig auskühlen lassen und in 2 Tortenböden teilen.

2. Wasser aufkochen. Jede Galaretka in einem Glas Wasser auflösen. Umrühren, nicht weiter kochen. In eine flache Form umfüllen und kalt stellen. Sobald Galaretka fest geworden ist, schneide ich mit einem runden Plätzchen- Ausstecher kleine Kreise. Die Reste, die dabei entstanden sind, schneide ich in kleine Stückchen und gebe zu der Füllung,

3. Die Füllung: Blatt-Gelatine einzeln ins kalte Wasser geben, damit die Blätter nicht zusammenkleben und 5-10 Minuten quellen lassen. Die gequollenen Gelatine- Blätter auslösen, leicht ausdrücken und unter ständigem Rühren bei schwacher Hitze auflösen. Nach dem Gelatine aufgelöst ist, zunächst 1-2 EL der kalten Sahne zur lauwarmen Gelatine geben und verrühren. Jetzt können wir die restliche Sahne hinzufügen, alles rühren und nicht mehr kochen. Genauso die zweite Creme für die Verzierung vorbereiten.

4. Sobald die Gelatine- Sahne- Füllung anfängt zu gelieren, geben wir die bunten Galaretka- Würfel dazu und verrühren alles vorsichtig . Einen Biskuit- Boden auf eine Tortenplatte legen und einen Tortenring herumlegen. Gelatine- Sahne-Creme mit bunten Galaretka- Stückchen auf den Biskuit streichen und den zweiten Boden darauf legen. Die Gelatine-Sahne für die Verzierung regelmäßig verteilen und mit runden, bunten Galaretkas nach Eurem Karneval- Gefühl verzieren. Torte am besten über Nacht fest werden lassen.

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Helau!

Eure Edyta

* Mehr über Galaretka schreibe ich im Rezept  für Buntes Karneval-Dessert: hier

Buntes Karneval-Dessert

buntes-karneval-dessertHeute lade ich Euch auf ein buntes, erfrischendes Dessert, was im Karneval sowohl bei den Kindern, als auch bei den Erwachsenen sehr gut ankommt. Das heutige Rezept habe ich mit einem geheimnisvollen Zutat: Galaretka zubereitet. Galaretka, das Wort kommt aus dem lateinischen gelare für „gefrieren“ oder „zum Erstarren bringen“. Die süße Galaretka, die in Polen in jedem Geschäft kaufen kann, wird aus Gelatine, Zucker, Farbstoffe und Aromas hergestellt. Man benutzt Galaretka für die Zubereitung von vielen, köstlichen Desserts oder Biskuit- Kuchen, meistens als eine obere Schicht mit Früchten wie Erdbeeren, Himbeeren oder Pfirsichen. Manchen Früchten wie Papaya, Kiwi oder Ananas enthalten eiweißspaltende Enzyme enthalten,die die Gelatine-Bindung verhindern. Man kann diese Enzyme neutralisieren, indem man die Früchte kurz aufkocht. Im Rezept habe ich Galaretka benutzt, Ihr könnt aber Götterspeise nehmen oder selber mit Gelatine oder Agar- Agar und Fruchtsäften experimentieren.

dessert-mit-gotterspeise

Buntes Karneval-Dessert:

4 Galaretkas= 2 grüne, 1 gelbe, 1 rote
kochendes Wasser: 250 g pro Packung
200 ml Schlagsahne

Die Zubereitung:

1. Zuerst werden 3 Galaretkas zubereitet. Ich koche das Wasser, 250 ml pro Packung und löse einzeln den Pulver im Wasser. Nicht mehr kochen. Schnell rühren und in eine eckige Form geben und fest werden lassen. Jede Farbe einzeln. Ich lasse alles über Nacht stehen und am nächsten Tag schneide die festgewordenen Galaretkas in kleine Würfel.
2. Jetzt koche ich 250 ml Wasser auf und löse die vierte, grüne Galaretka auf. Sobald sie anfängt, zu gelieren, die Schlagsahne unterrühren.
3. Eine Kastenform lege ich mit einer Klarfolie aus und verteile etwa die Hälfte der bunten Galaretkas- Wüfel. Dann gieße ich die Gelatine- Sahne über und verteile den Rest regelmäßig. Jetzt stelle ich die Form kalt, am besten über die Nacht. Fertig. Das war mein zweiter Vorschlag für den Karneval. Einfach zu machen, farbenfroh und süß. Ich hoffe, es hat Euch gefallen. 

nachspeise-karneval

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Liebe Grüsse und Helau!

Edyta

Zimt- Hefe- Faltenbrot

zimt-hefe-faltenbrotSpät am Abend habe ich diesen leckeren Zimt-Hefe-Kuchen gebacken und habe mir noch keine Gedanken gemacht, wie ich ihn fotografieren soll: Hintergründe, Props und Beleuchtung, schon ist die Hälfte verschwunden. Die Familie war sich einig. Du kannst den Kuchen nochmal backen. Der schmeckt doch so gut. Klar kann ich ihn später backen, aber was zeige ich meinen Lesern? Mit diesem Kuchen wollte ich den Karneval eröffnen. Meine Wahl soll Euch nicht wundern. Das Hefegebäck wird so großzügig gebuttert, dass es im Geschmack stark an Karnevalsgebäck wie Muuzen oder Krapfen erinnert. In Köln wird jedes Jahr Dreigestirn gewählt, so habe ich auch für Euch drei Leckereien für Karneval vorbereitet. Heute präsentiere ich ein Rezept für Zimt- Faltenbrot. Helau!
zimt-zupfbrot-rezept

Zimt- Hefe- Faltenbrot:

Die Zutaten für den Teig:

 
700 g Weizenmehl
100 g Zucker
5 TL Hefe
Prise Salz
200 ml Milch
110 g Butter
4 Eier
2 TL Vanillin- Zucker
Mehl und Fett für die Form
etwas Mehl für die Arbeitsfläche
 

Zimtfüllung:

110 g Butter
260 g Zucker
2 EL Zimt
Prise Muskat
 
Die Zubereitung:
1. Vier Eier cremig rühren, auf die Seite stellen. In einer großen Schüssel trockenes Hefepulver mischen Sie einfach direkt unter das Mehl. 100 g Zucker, Salz dazu geben. Milch in einem Topf etwas erwärmen und die Butter dadrin lösen, man muss aber dabei achten, dass die Milch nicht überkocht. Vanillin- Zucker hinzufügen und alles etwas erkalten lassen. Ich kenne noch von Zuhause, dass man mit der heißen Flüssigkeit und Hefe aufpassen muss. Hitze tötet die Hefe ab oder zu heiße Milch kann den Wachstum hemmen. Passt also gut auf, dass die Milch nicht zu heiß ist, man kann es mit dem Finger probieren 😉
2. Die inzwischen kalt gewordene Butter- Milch in die Mehlmischung geben und verkneten. Eier hinzufügen und alles verkneten. Jetzt muss der Teig ,, gehen“. Ich decke die Schüssel „beim Gehen“ mit einem und sauberen Tuch ab. Nachdem sich das Volumen verdoppelt hat, knete ich alles noch einmal kräftig durch. Dann ist der Hefeteig fertig, um verarbeitet zu werden.
3. Inzwischen kann man die Füllung zubereiten. In einem Topf löse ich die Butter auf und warte bis sie leicht braun wird. Dann stelle ich den Topf auf Seite. In einer Schüssel mische ich Zimt, Zucker und Muskat zusammen.
4. Den Backofen auf 180 Umluft vorheizen und eine Backform fetten und mehlen. ich habe eine feuerfeste Auflaufform genommen, weil man durch die durchsichtigen Wände alle Fältchen sehr schön sehen kann. Es ist das erste Mal in meinem Leben, dass ich mich freuen, wenn ich Falten sehe 😉
4. Auf einer bemehlten Arbeitsfläche rolle ich den Teig aus und verteile die zerlassene Butter mit einer Pinsel. Dann streue ich die Zucker-Zimt- Mischung drüber und schneide den Teig in schmale Streifen. Die einzelnen Streifen falte ich zusammen in wwwww-Schlangen oder wie eine Ziehharmonika und lege in die Auflaufform. Jetzt landet das ganze im Backofen für etwa 60 Minuten. Nach dieser Zeit nimmt der Kuchen goldene Farbe und überall duftet es nach Zimt und frisch Gebackenem. Herrlich 🙂 Guten Appetit!

 

rezept-zimt-faltenbrot

Alles Liebe

Edyta

Wirsing- Rouladen mit einer Kartoffel-Graupen-Füllung

wirsing-rouladen-mit-einer-kartoffel-graupen-fullungHeute wollte ich für Euch Kohlrouladen à la Mama zubereiten. Es ging aber anders. Zuerst war ich einkaufen und habe in meinem Lieblingsladen keinen Weißkohl bekommen, in meinem Zweit-Lieblingsladen habe ich schöne Wirsinge entdeckt, somit war das die erste Planänderung. Nach Hause angekommen, konnte ich keinen grossen Topf für meine Schmor- Kohlrouladen finden. Mein Mann macht gerade eine Diät. Die Grundzutaten sind Reis und gekochter Rotkohl. In seiner Studentenzeit hat er sich nur von Reis und Rotkohl ernährt und hatte ein Idealgewicht. In der Studentenzeit. Ich darf Euch sein jetziges Gewicht nicht verraten, nur andeuten, dass es sich um einen dreistelligen Betrag handelt. Naja, bei der 190 Grösse sieht man das doch gar nicht, nicht wahr. Das bisschen Bauch hat doch jeder 😉

Auf jeden Fall beide Töpfe waren besetzt und ich war schon leicht genervt, was nicht gut ist. Ich hatte mal eine Freundin, die beim Kochen mit ihrer Schwester gestritten hat und musste das ganze Essen wegwerfen, weil eine schlechte Energie entstanden ist und das dem Menschen nicht gut tut. Es hat mich sehr geprägt. Ich schmeiße das Essen zwar nicht weg, achte aber auf gute Energie beim Kochen. Ein fehlender Topf kann die Energie etwas stoppen. Zum Glück hatte der Verursacher eine rettende Idee- kannst du die Dinge nicht einfach backen? Klar, kann ich. Ich habe sogar eine passende Auflaufform und ein Rezept habe ich mir schon mal notiert: hier: ZDF.  Gesagt, gemacht. Bitte schön. Die Kohlrouladen von Mama gibt es ein anderes Mal. Heute gebackene Wirsing-Rouladen ohne Fleisch. Guten Appetit.
 wirsing-kohlrouladen

Wirsing- Rouladen mit einer Kartoffel-Graupen-Füllung:

Zutaten:

1 schöner Kopf Wirsing 
je 50 g kleine Würfel von Karotte, rotem und grünem Paprika
1 EL Olivenöl
250 g gekochte Perlgraupen
100 g gekochte, durchgedrückte Kartoffeln
etwas Petersilie
Gewürze: Salz, Pfeffer, Paprika, gemahlener Kreuzkümmel, Kräuterpfeffer *
1/8 Liter Gemüsebrühe
 
1. Wirsing-Blätter einzeln am Strunk abschneiden und dann die mittlere Rippe flach schneiden, damit sich das Blatt besser wickeln lässt. Die Wirsing-Blätter in kochendem Salzwasser blanchieren. Durch das Kochen werden die Blätter weich und lassen sich, leicht vom Kohlkopf lösen. Der Kohl nicht zu weich werden lassen. Auf Küchentüchern ausbreiten und etwas abkühlen lassen.
2. Für die Füllung habe ich kleine Karotten- und Paprikawürfel in einer Pfanne kurz angebraten. Wer würzig mag, kann kleingeschnittene Schalotten, Knoblauch und Lieblingsgewürze hinzufügen. Gekochte Perlgraupen und gestampfte Kartoffeln dazugeben und anbraten. Nach Geschmack würzen. Kleingeschnittene Petersilie dazu geben.
3. Die einzelnen Wirsing- Blätter zu zweit auf die Arbeitsfläche legen. Auf die vorbereiteten Blätter 2-3 El Füllung geben. Die Blätter für die Füllung nach innen schlagen und die Blätter aufrollen oder zu einem festen Päckchen falten. Man kann sie mit einem Bindfaden binden. Kohlrouladen in eine geölte, feuerfeste Form legen. 1/4 Liter Gemüsebrühe über die Rouladen giessen. Ganz wichtig: abdecken. Im Backofen bei 160 Grad etwa 1-1,5 Stunde schmoren lassen. Danach habe ich den Deckel abgenommen und die Kohlrouladen noch 20 Minuten im Ofen gelassen, damit die Blätter etwas Farbe bekommen.
 
Die Wirsing-Rouladen kann man mit einer leckeren Sosse servieren:
 
eine kleine Zwiebel
2 EL Öl
2 EL Mehl
125 ml Sojamilch
125 ml Gemüsebrühe
80 g veganen geriebenen Käse
1 EL Schnittlauch, Petersilie
2 EL rote Paprika-Würfel
Salz, Pfeffer
 
Zwiebel schälen und fein würfeln. Öl in einem Topf erhitzen, Zwiebelwürfel darin 2-3 Minuten glasig dünsten. Mehl zugeben und 1-2 Minuten anschwitzen, ohne dass es Farbe bekommt. Kalte Soja-Milch hinzufügen.
Gemüsebrühe langsam unter Rühren zugießen. Soße bei schwacher Hitze ca. 5 Minuten köcheln. Mit Salz, Pfeffer abschmecken. Käse, Schnittlauch, Petersilie und Paprika zugeben und ca. 5 Minuten weiter dünsten. Guten Appetit!
 

wirsing-kohlrouladen graupen-wirsing-kohlrouladen

vegetarische-kohlrouladen

 * Wenn Ihr Interesse auf andere Länder habt und auf einem Ausflug nach Polen nicht wisst, was man kaufen soll, ich kann Euch gerne erzählen, was ich immer von meiner Mutter mitbringe. An der ersten Stelle kaufe ich Kräuter-Pfeffer. Es ist eine fertige Kräuter-Mischung. Gerade habe ich in der Küche, nach einer Packung gesucht, um abzuschreiben, welche Zutaten da sind, erfolglos. Kräuter- Pfeffer ist alle und ich muss bei Mama ein Päckchen bestellen. Ich erinnere mich an Paprika, Kümmel, Koriander, Majoran, Senf, Lorbeerblatt. Schmeckt sehr gut. Kräuter- Pfeffer heißt pieprz ziolowy, ist sehr populär in Polen und Ihr findet ihn in jedem Geschäft, auch in Tante- Emma- Laden. Meine Kohlrouladen habe ich natürlich auch mit Kräuter-Pfeffer gewürzt. Alles Gute 🙂

Edyta

Mediterranes Brot mit Oliven

Heute möchte ich Euch auf ein mediterranes Brot einladen. Das Rezept habe ich auf Chefkoch.de gefunden. Es ist erstaunlich, wie gut die Rezepte vom Chefkoch sind. Die meisten Klassiker in meiner Küche stammen von dieser Seite. Manchmal bekomme ich ein hochgelobtes Rezept von einer Freundin und aus Neugierde gehe ich zu Chefkoch, um zu kucken, welche Rezepte man da findet und es ist schon sehr oft passiert, dass ich dasselbe Rezept da finde. Alle Rezepte, die ich von dieser Seite nachgekocht habe, sind bis jetzt immer gut gelungen, also Kompliment. Ich bin keine gelernte Köchin, oder Bäckerin, nur eine leidenschaftliche Food- Fotografin. Am meisten mag ich einfache Gerichte, aus lokalen Produkten. Ich bin zwar experimentierfreudig, mag aber nicht durch alle Geschäfte in der Stadt rennen, in der Suche nach den nötigen Zutaten. Also, am besten die Lebensmittel nehmen, die man zu Hause hat und alles andere nach Geschmack ersetzen. Genauso habe ich bei dem heutigen Rezept gemacht. Ich habe den Schinken weggelassen und durch doppelte Portion Oliven, Tomaten und Käse ersetzt. Zusätzlich habe ich eine Handvoll Rosinen hinzugefügt, für manche eine etwas vage Entscheidung. Das Gebäck ist kein klassisches Frühstückbrot, ich würde es eher als einen herzhaften, weichen Kuchen bezeichnen. Schnell gemacht, ohne Kneten, Warten, bis der Teig aufgeht. Sehr lecker zum Weißwein und einem Gemüseaufstrich. Ich wünsche Euch viel Spass beim Nachbacken 🙂

Mediterranes Brot mit Oliven:

200 g Mehl
1 Päckchen Trockenhefe
50 ml Olivenöl
50 ml Weißwein
4 Eier
200 g Schinken ( oder getrocknete Tomaten)
100 Käse ( Gouda bei mir)
200 g Oliven
Kräuter
 
Backofen auf 180 Grad vorheizen. Eine Kastenform gut einfetten oder mit Backpapier auslegen, dann klappt es ganz sicher mit dem Rausholen des Brotes nach dem Backen. Schinken klein schneiden, den Käse reiben. Ich habe statt Schinken getrocknete Tomaten genommen. Oliven schneiden. In einer Schüssel Mehl und Trockenhefe mischen. Olivenöl, Weißwein und Eier unter ständigem Rühren hinzufügen. Oliven, Käse und Schinken oder getrocknete Tomaten unterheben. Die Masse vorsichtig in die Kastenform hineingeben.Im auf 180°C vorgeheizten Backofen ca. 50 Minuten backen, bis das Brot eine goldbraune Farbe annimmt. Guten Appetit!

Käsekuchen mit Karamell und Erdnüssen

kasekuchen-mit-karamell-und-erdnussenGanze Woche habe ich auf diesen Nachmittag gewartet. Endlich entspannen, ohne Termine und den alltäglichen Stress. Heute wird getrödelt. Was für ein entzückendes, altmodisches Wort: trödeln. Wird es heutzutage noch gebraucht? Es wird relaxt, gechillt, aber getrödelt?
Mit einer Tasse Tee und einem spannenden Buch lasse ich mir gut gehen. Ich habe für angenehme Hausbekleidung gesorgt, lies: Jogginghose und Wollsocken, dazu noch meine Lieblingsjacke aus der Hippie- Zeit. Im Hintergrund erklingt leise Musik. Das Glück ist fast perfekt. Es fehlt nur noch etwas Süsses. Dafür habe ich auch schon gesorgt. Eine richtige Kalorienbombe wartet auf mich: zerbröselte Kekse, selbstgemachter Karamell, knackige Nüsse und eine leckere Creme. Genau richtiger Kuchen für einen Trödel- Nachmittag. Jeder Kummer, jede Sorge wird vergessen. Ich geniesse diesen Moment. Augenblick verweile doch, du bist so schön…Und falls Ihr ein Rezept für solche Glücksmomente braucht, empfehle ich meine Karamell- Kalorienbombe. Lasst Euch gut gehen 🙂
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Käsekuchen mit Karamell und Erdnüssen:

250 g Butter
350 Vollkornkekse
200 g Zucker
190 ml Wasser
250 g+ 250 g Schlagsahne
100 g gesalzene Erdnüsse
400 g Frischkäse
100 g weiße Schokolade
100 g Puderzucker
8 Blatt Gelatine
 
1. Die Butter in einem Topf zerlassen. Butterkekse zerbröseln, gut mit der flüssigen Butter vermischen und die Mischung auf den Boden einer Backform ( 22 cm) drücken. Für 30 Minuten in den Kühlschrank stellen.
2. In einem Topf den Zucker unter Rühren erwärmen, bis er zu schmelzen beginnt, immer weiterrühren. Wenn der geschmolzene Zucker eine karamellbraune Farbe angenommen hat, die Temperatur reduzieren und dann 190 ml Wasser dazu gießen. Unter ständigem Rühren das Karamell im Wasser flüssig werden lassen. Jetzt 250 g Schlagsahne hinzufügen und unter ständigem Rühren kurz erwärmen. Vom Herd nehmen, erkalten lassen und mit Erdnüssen vermischen. Auf dem Keksboden verteilen.
3. Schokolade im Wasserbad schmelzen lassen. Kalt stellen und mit Frischkäse, 250 g Schlagsahne und Puderzucker verrühren. Gelatine auflösen (lt. Packungsanleitung!), kalt stellen und zum Frischkäse hinzufügen, kräftig durchschlagen und auf den Karamell- Erdnüssen verteilen. Den Kuchen in den Kühlschrank, am besten über Nacht.
Guten Appetit 🙂
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Liebe Grüße

Edyta