Haferflocken- Cookies

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Sympathische Karte von der Firma Hans Freitag.
Hurra, hurra ich habe Haferflocken- Cookies gewonnen! Es passiert so selten, dass ich etwas gewinne und ich muss es mit Euch unbedingt teilen. Vor kurzem hat meine Lieblingsbloggerin Joanna von Liebesbotschaft ein Gewinnspiel veröffentlicht: 25 Geschenk- Boxen mit 3 Sorten Hafercookies aus dem Traditionshause Hans Freitag zu gewinnen. Und was die Kekse anbetrifft, so eine Gelegenheit lasse ich mir nicht entgehen. Alles was süß schmeckt, her damit! Und ich habe tatsächlich gewonnen. Am Mittwoch kam eine sympathische E- Mail von Joanna und schon am nächsten Tag habe ich ein Geschenkbox bekommen. Was da alles drinnen war? Leckere Haferkekse mit Apfel, Schwarzwälder-Kirsch und Cranberry, eine sehr nette Karte von der Firmenchefin Anita Freitag-Meyer, ein süßes Notizblock in einer Herz- Form, eine ganz gelungene Überraschung.
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Ein Probierpaket der Firma Hans Freitag.
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Persönliche Grüße von der Firmenchefin Anita Freitag- Meyer
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Knusprige Hafer- Cookies mit Apfel.

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Und ich verrate Euch nur noch eins: diese Haferflocken- Cookies waren so lecker, dass sie ratzfatz verschwunden sind und ich musste sie sogar nach backen.

Haferflocken- Cookies nach Omas Art:

Die Zutaten:

110 g Haferflocken
170 g Weizenmehl
1 TL Backpulver
2 EL Zucker
1 prise Salz
55 g Butter
60 ml Milch
etwas Zimt
 

Die Zubereitung:

Haferflocken in einer elektrischen Gewürzmühle grob mahlen. Alle Zutaten miteinander vermengen und gut verrühren. Das Backblech mit Backpapier auslegen. Teig auf einer leicht bemehlten Arbeitsplatte sehr dünn ausrollen. Kleine Rechtecke oder Kreise ausschneiden, auf´s Blech geben und mit einer Gabel einstechen. Im vorgeheizten Backofen bei 180 Grad für ca. 8-10 Minuten knusprig backen. Kurz auskühlen lassen. Guten Appetit 🙂

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Liebe Grüße

Edyta

Kräuterbrötchen und Benediktinerabtei in Clervaux

krauterbrotchen-und-benediktinerabtei-in-clervauxHeute gibt es leckere Kräuterbrötchen und Benediktinerabtei in Clervaux. benediktinerabtei-in-clervauxKurz vor meinem Urlaub war ich in Clervaux in Luxemburg und habe da die Benediktinerabtei St. Mauritius und St. Maurus besucht. Es war eine gute Möglichkeit, zu Beten, zu Meditieren oder sich auf die grundsätzlich wichtigen Dinge im Leben zu konzentrieren. Schon wenige Stunden an diesem Ort bewirken das Gefühl starker, innerer Ruhe, man atmet tiefer, bewusster, langsamer. Aber auch wenn ihr nicht auf der Suche nach eigener Mitte seid, macht einfach einen netten Ausflug nach Luxemburg. Der Kloster liegt majestätisch auf einem Hügel und ist von Wäldern und Wiesen umgeben, eine wunderschöne Gegend zum Wandern. Täglich um 10.30 ist die Heilige Messe, wenn man an den anderen Gebeten teilnehmen möchte, kann man die genauen Uhrzeit HIER finden. Der Kloster verfügt über 20 Herren- Einzelzimmer und Gäste sind zu allen Zeiten des Jahres willkommen, um sich in Stille zurückzuziehen. 

Ich betrete den Eingang und höre den gregorianischen Choral aus der Klosterkirche. Leise setze ich mich auf eine Bank. Die Mönchen singen und ich genieße die besondere Atmosphäre. Die Zeit kann still stehen. Hier und in diesem Moment ist die Welt noch in Ordnung. Das Gebet geht zu Ende und die Mönche verlassen den Raum nah an mir vorbei. Ich traue mich nicht sie anzusehen, senke den Kopf und verweile. 
 
Ich wollte den Frieden im Kloster nicht stören und habe nur draussen fotografiert. Sehr gerne möchte ich Euch die Benediktinerabtei zeigen und ein Rezept für sündhaft leckere Kräuter- Brötchen verraten.
Wie die Luxemburger sagen: Wann ech glift.
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Die Kräuterbrötchen:

Die Zutaten:

 
400 g Weizenmehl
100 g Haferflocken
1 Backpulver
100 g Butter
250 g Quark
2 Eier
Prise Salz
1 EL Honig
5 EL frische Lieblings- Kräuter: Minze, Gundermann, Thymian.
 

Die Zubereitung:

Butter, Quark, Honig, Salz und Eier in einer Schüssel vermischen. Mehl mit Haferflocken und Backpulver vermischen. Frische Kräuter verlesen und klein hacken. Alles zusammen vermischen und zu glattem Teig verkneten. Aus dem Teig eine Rolle formen und ich 16 gleiche Stücke schneiden. Zu Brötchen formen und kreuzweise einschneiden. Im vorgeheizten Backofen bei 175 Grad Umluft 15-20 Minuten backen. Bon appétit 🙂
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Liebe Grüße

Edyta

Schachbrett- Törtchen. Clervaux in Luxemburg

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Biskuit gehört für mich zu den langweiligsten Kuchen auf der Welt. Zu trocken, zu wenig Fett, zu wenig Geschmack. Man muss sich schon anstrengen, um es richtig aufzupeppen. Mit einem Schuss Amaretto, einer Pudding- Creme und einem schokoladigen Überzug wird aus dem gewöhnlichen Biskuit ein eleganter Salonlöwe. Diese leckere Schachbrett- Törtchen bestehen aus einem dunklen und einem hellen Biskuit- Teig, die übereinander zusammengesetzt wurden, ich zeige es Euch auf den Fotos. Es war eine sehr entspannende Beschäftigung und ich hatte sehr viel Spaß dabei 🙂
Diese eleganten Schachbrettchen- Törtchen verlangen ein besonderes Ambiente, deswegen machen wir einen Spaziergang durch das Herzogtum Luxemburg. Am besten schmecken die Schachbrett- Törtchen in Clervaux in Luxemburg. Wer in der Eifel wohnt, ist in der glücklichen Lage sehr schnell ins Ausland zu reisen. Nach einer halben Stunde Autofahrt überquere ich die Grenze zu Luxemburg und suche nach den Strassenschilder Richtung Clerf. Es ist sehr einfach zu finden. Noch auf der deutschen Seite in Pronsfeld, kurz nach Prüm, stand das erste Schild Richtung Clervaux. Auf Deutsch Clerf, auf Französisch Clervaux, auf Luxemburgisch Klierf, man kann sich nicht verfahren.
Sobald ich Luxemburg erreicht habe, fühle ich mich wie im Urlaub. Durch den Kopf geht mir der Spruch:

,, Mir wëlle bleiwe wat mir sinn” oder,, Mir wölle bleiwe wat mir sin. Nous voulons rester ce que nous sommes. Wir wollen bleiben, was wir sind…”

Und wie sind denn die Luxemburger?

Ich gehe durch das Ardennenstädtchen, trinke Kaffee, schaue mich um und mache Fotos. Das wunderschöne Schloss mit der berühmten Fotografie- Austellung „The Family of Man“ von Edward Steichen, die Pfarrkirche, die Loretto- Kapelle beeindrucken mich stark, überall Spuren der Geschichte, des Krieges, der Vergangenheit. Über der Stadt thront majestätisch die Benediktinerabtei Saint-Maurice, auf die Abtei bin ich am meisten gespannt. Als ich ihre Geschichte las, lief mir der kalte Schauer über den Rücken. Ich möchte diese religiösen Bauten unbedingt sehen, finde aber keinen Wanderweg, der auf den Berg führt. Enttäuscht setze ich mich ins Auto und fahre Richtung Weiswampach, ich habe keine Hoffnung mehr, angeblich kann man die Abtei mit dem Auto sehr schwer finden. Dann sehe ich das erste Schild, naja, wenn ich mich gleich nicht verfahre. Heute ist aber mein Glücktag, in Eselborn geht die Strasse links hoch und bald sieht man schon dieses architektonische Meisterstück. Es wirkt mystisch auf den Besucher. Die Zeit scheint hier stehen geblieben. Was hat sich hinter den Mauern über die Jahre abgespielt? Das Tragische, das Religiöse, die Geschichte, die uns hier fast erschlägt. Ich mache die Augen zu und höre das Summen der Mönche, das fromme Gebet, genagelte Soldatenschuhe, Schreien und Weinen, Kinderlachen…Es tut fast weh, es reicht jetzt, ich mache die Augen auf, die Sonne scheint hell, die Tür zur Krypta geht auf, jemand kommt auf mich zu…

Die Schachbrett- Törtchen:

Zutaten:

Biskuit:

4 Eier

200 g Zucker

2 EL Wasser

75 g Mehl

75 g Speisestärke

1 TL Backpulver

* 10 g Backkakaopulver

Zusätzlich:

2 EL Amaretto- Likör

Die Zubereitung:

1. Zuerst werden 2 Biskuits gebacken:dunkel und hell. Wir backen beide Biskuits nach dem selben Rezept, nur bei den dunklen Rezept ersetzen wir 10 g Speisestärke mit 10 g Back-Kakaopulver.

2. Eier mit Wasser verrühren, den Zucker dazugeben und schaumig schlagen.

3.Mehl, Stärke und Backpulver mischen und auf die Eiermasse sieben. Auf niedrigster Stufe unterrühren. Die Teigmasse auf ein mit Backpapier ausgelegte Springform streichen. Bei 175 Grad etwa 25 Minuten backen.

Die Füllung:

2 Pudding- Pulver

750 ml Milch

200 g Butter( Zimmertemperatur)

100g Puderzucker

1 Vanille- Zucker

1. Aus Pudding- Pulver und Milch einen Pudding zubereiten und in eine Rührschüssel geben. Die Frischhaltefolie auf den heißen Pudding legen und erkalten lassen, nicht kalt stellen.

2. Die Butter schaumig rühren, dann den Puderzucker und Vanillezucker dazu geben und weiter rühren. Pudding löffelweise darunter geben.

Törtchen zusammensetzen:

1. Für die Schachbrett- Törtchen braucht man zwei Biskuits, ein helles und ein dunkles.

Das Rezept oben, man kann auch ein fertiges Biskuit nehmen.

2. Die gebackenen Biskuits schneiden wir einmal durch. Wir brauchen drei Förmchen mit drei verschiedenen Größen. Man kann ein Teeglas, ein Schnapsglas oder kleine Metallringe nehmen, um die Kreise auszustechen im Biskuit auszustechen. Für den kleinsten Kreis konnte ich keine Ausstechform finden, so habe ich ein Raute-Ausstechförmchen genommen, sieht man auf dem Foto.

Ich steche die gleiche Menge Böden im dunklen und im hellen Biskuit aus und nehme sie heraus.

3. Für die Schachbrett- Törtchen werden die Böden zusammengesetzt. Dafür setzte ich den hellen, mittleren Ring in den großen dunklen und in die Mitte eine kleine, dunkle Raute, oder einen Kreis. dann setze ich einen dunklen mittleren Kreis in einen großen hellen und eine helle Raute in die Mitte.

4. Jetzt werden die Böden zusammengesetzt. Zuerst nehme ich etwas von der Pudding- Creme und verteile auf dem zusammengesetzten Boden für das Schachbrett- Törtchen. Darauf den zweiten zusammengesetzten Boden( auf die Farben achten, es soll ein Schachbrett-Muster entstehen), mit der Creme einstreichen und einen dritten Boden drauflegen.

5. Bevor man die Glasur zubereitet, jedes Törtchen leicht mit Amaretto- Likör beträufeln.

6. Jetzt den Schokoladenüberzug zubereiten, kurz abkühlen lassen und über jedes Törtchen gleichmäßig giessen.

Schokoladenüberzug:

200 g Bitterschokolade 75 %

70 g Butter

Schokolade schmelzen lassen und für 1 Minute stehen lassen. Die Butter rühren. Schokolade zu der Butter geben und zusammen rühren. Die Schokolade im Wasserbad schmelzen und die Butter darunter rühren.

7. Die Törtchen sind fertig, ich habe zur Dekoration einfach den braunen Zucker genommen, wer etwas besonderes sucht, kann mit der weissen Kuvertüre ein Schachbrett-Muster auf der Oberfläche zaubern…

 

Um die romantische Stadt Clerf besser kennenzulernen, braucht man etwas mehr Zeit…Eine Reise ist sie auf jeden Fall wert 🙂
Eure Edyta

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Oliven im Teig. Teneriffa

Oder soll es Richtung Süden gehen? Nach Teneriffa, zu den wilden Strömungen, schwarzen Stränden und atemberaubenden Wanderstrecken. Komm, wir machen uns jetzt gemütlich. Ich habe eine ganze Schale Knabberzeug vorbereitet und ich zeige Dir meine Teneriffa. Wie wäre es mit knusprigen Oliven im Teig- Mantel? Lecker 🙂

Oliven im Teig:

Die Zutaten:

20 Oliven ohne Kern
Und für den Teig:
 
100g Weizenmehl
125g Parmesan- Käse oder Pecorino, es geht auch mit Gouda:-)
6 EL Olivenöl
1 Eiweiß
etwas Rosmarin oder Thymian
Salz, Paprika
 
 
Die Zubereitung:
1. Der Käse reiben. Alle Zutaten für den Teig rasch zusammen kneten, eine Rolle formen, in Folie einwickeln und in den Kühlschrank für mindestens 30 Minuten legen.
2. Die Oliven gut abtropfen lassen. Die Teigrolle in 20 Stücke schneiden. Auf jedes Stück eine Olive legen und zu einer Kugel formen. Ein Backform mit Backpapier auslegen und die Bällchen drauf legen. Den Backofen vorheizen und die Bällchen 15-20 Minuten goldbraun backen. Nicht zu dunkel backen lassen. Nach Belieben Cayenne- Pfeffer drüber streuen. Guten Appetit!
 
* statt Oliven habe ich Käsestücke, Paprika, Gurke oder Pilze genommen.

 Die Quelle: Chefkoch.de

Und jetzt noch zu den Teneriffa Fotos:

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Salzige Käse-Plätzchen( herzhaft)

salzige-kase-platzchen-herzhaftDie Fußball-EM fasziniert das ganze Land und für viele Fußballfans gehört ein Knabberzeug dazu. Schließlich muss man die Nerven beruhigen. Salzstangen und Chips stehen schon auf dem Tisch, auch Nüsse und Popkorn gehören zu den Klassikern. Während der smarte Jogi Löw seine Jungs herausfordert, knabbern wir uns zwei Gürtelschnallen dicker. Und ungesund ist das Zeug auch noch. Eine Alternative wären super- gesunde Gemüse- Chips. Kartoffeln, Süßkartoffeln, Möhren, Pastinake, Rote Bete, Rettich, Wirsing oder Grünkohl- Scheiben mit etwas Olivenöl beträufeln und im Backofen knusprig backen. Je dünner die Scheiben sind, desto knuspriger werden die Chips. Und für alle, die auf Käse nicht verzichten möchten, habe ich heute herzhafte Käse-Plätzchen gebacken.

Ich wünsche viel Spaß bei der Zubereitung und noch mehr Freude am Verkosten!rezept-fur-kase-geback

Salzige Käse-Plätzchen( herzhaft):

Zutaten:

150 g weiche Butter

60 g geriebener Sbrinz

120 g geriebener Le Gruyère

Prise Salz

Prise Paprikapulver

0,5 Tasse Sahne

250 g Mehl

0, 5 TL Backpulver

2 Eigelbe

Und noch zum Verzieren: Sesamsamen, grobes Salz, Mohn, Kümmel, gehackte Mandeln, Pistazien, Nüsse

Die Zubereitung:

1. Die Butter, den Käse, Salz, Paprikapulver in eine Schüssel geben und mit einem Holzlöffel gut vermischen. Sahne dazu geben und zu einer Masse verarbeiten, so dass man keine Butterstücke mehr sieht.

2. Mehl und Backpulver auf eine Arbeitsfläche sieben, Butter- Sahne- masse drauf verteilen und alle Zutaten rasch zu einem Teig- Ballen verkneten.

Dabei nicht zu viel kneten, gerade solange, bis der Teig gut zusammen hält. In einem geschlossenen Behälter für mindestens zwei Stunden stellen.

3. Den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche 0, 5 cm ausrollen und ausstechen. Auf ein Backblech ohne Backpapier legen, die Plätzchen enthalten viel Fett, ein zusätzliches Einfetten ist nicht nötig. Eigelb verquirlen.

Mit einem Pinsel die Eimasse auf die Plätzchen aufstreichen und grobes Salz, Sesamsamen oder Mohn aufstreuen. Das Ganze kommt bei 200 ° (Umluft) für circa 10 bis 15 Minuten in den Herd.

kasegeack-rezept

kase-platzchen-backenWas die Menge anbetrifft, bei mir waren es drei Backbleche voll, obwohl einige sind schon im rohen Zustand, die anderen im Vorsicht- Heiss- Zustand verschwunden, bevor ich auf die Idee gekommen bin, sie zu zählen.

Mit diesem leckeren Snack kann bei EM nichts schief gehen, oder?

Guten Appetit 🙂

Eure Edita

* Alle Plätzchen wurden aus dem selben Teig hergestellt. Das dritte Blech ist etwas länger im Ofen geblieben. Da hat der Bäcker nicht ganz aufgepasst, aber gerade noch geschafft 🙂

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Der Schimmelkuchen

der-schimmelkuchenZwei Kuchen haben meine ganze Kindheit begleitet: Schimmelkuchen und Wunderling- Honigkuchen, den zweiten stelle ich Euch in meinem nächsten Post vor. Natürlich gab es in dieser Zeit auch andere Kuchen. Sehr populär war Zebra- Kuchen, auch die Kokos- Würfel mit Schokoladenguss oder der Negerkuchen kamen öfters auf den Tisch. Sagt man heutzutage noch Negerkuchen? Ist es politisch korrekt? Hmmm, also es gab einen dunklen Schokoladenkuchen, der so einfach zu backen ist, dass wir ihn schnell freitags nach der Schule gebacken haben. Mein Lieblingskuchen in der Zeit war aber der Schimmelkuchen. Der Schimmelkuchen hört sich etwas unappetitlich an, aber keine bange, er schmeckt sehr gut. Diesen lustigen Namen verdankt der Schimmelkuchen einer Eiweißschicht, die sich unter der Streusel versteckt. Am besten schmeckt der Schimmelkuchen mit einer säuerlichen Konfitüre z. B. aus schwarzen Johannisbeeren, man kann aber frisches Obst nehmen, wie kleingeschnittenen Erdbeeren, oder geraspelte Äpfel. So kann man den Geschmack etwas variieren. 
Sicher kennt Ihr die Anekdote von Proust und seinen Madeleines. Der Erzähler in seinem Roman tunkt ein Küchlein in einem Tee und der köstliche Geschmack weckt bei ihm eine Flut von Erinnerungen. Mir gehts genauso bei diesem Schimmelkuchen. Der erste Biss und schon bin ich in die Vergangenheit versetzt, die Erinnerungen kommen hoch….
schimmelkuchen-rezept

Der Schimmelkuchen aus alten Zeiten:

 

Die Zutaten:

200 g Butter
5 Eier
510 g Weizenmehl
1 TL Backpulver
2 EL Zucker + 150 g Zucker
2 EL Kakao
Ein Glas Johannisbeerkonfitüre
 

Die Zubereitung:

1. Die Eier trennen. Das Eiweiss in eine Schüssel geben und zur Seiten stellen, für den Teig brauchen wir nur das Eigelb. Das Mehl mit dem Backpulver vermischen und zwei EL Zucker unterrühren. Eine kleine Vertiefung in die Mitte drücken und das Eigelb in diese Delle geben. Butter in kleinen Stücken auf dem Mehl verteilen, mit einem Messer das Ganze durchhacken.
Mit den Händen im Anschluss zu einem Teig verkneten.
Den Teig in drei Teile aufteilen, zwei Teile hell lassen und das dritte Teil mit dem Kakao verrühren. Drei Kugeln formen und in Folie einwickeln.
Mindestens 1 Stunde im Kühlschrank ruhen lassen.
2. Den Backofen auf 180°C (Ober-/Unterhitze) vorheizen. Eine 26 cm Springform mit Backpapier auslegen.
3. Einen hellen Teil vom Teig ausrollen und den Boden der Springform damit auslegen. Den Boden mit der Johannisbeerkonfitüre bestreichen. Den dunklen Teig aus dem Kühlschrank rausholen und auf die Konfitüre schnell raspeln. Eiweiß steif schlagen, zum Schluss 150 Zucker hinzufügen. Auf dem Kakao- Teig verteilen.
Jetzt den zweiten hellen Teig aus dem Kühlschrank rausholen und über das Eiweiß raspeln.
Im vorgeheiztem Backrohr bei 180 Grad ca. 40- 50 Minuten backen. Ausgekühlt mit etwas Puderzucker bestäuben( nicht unbedingt). Guten Appetit 🙂

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Und noch ein Foto aus dem Studio 🙂
Eure Edyta

Sauerteig- Brötchen

Endlich ist es soweit. Mein Sauerteig ist jetzt fertig und möchte unter die Leute. Es hat etwas gedauert, aber so kompliziert ist es auch nicht. Ich wollte schon lange ein Sauerteig- Brot backen, bin einfach nicht dazu gekommen. Ich backe sehr viel Hefegebäck, meistens süß, aber Sauerteig? Im Januar habe ich so viel Kuchen gebacken, dass ich mir geschworen habe, in der Fastenzeit rührst du keinen Kuchen mehr. Es wird Zeit für den Sauerteig! Für den Sauerteig braucht man das Anstellgut, das Ansetzen dauert bis 5 Tagen. Hier ist das einfachste Zubereitungsmethode, die ich hier gefunden habe.
 

Sauerteig- Brötchen:

350 g Roggen- Mehl
350 ml lauwarmes Wasser
 

Die Zubereitung:

1. Zuerst 100 g Roggenmehl mit 100 g Wasser verrühren, schön abdecken und 24 Stunden bei 20-30 Grad stehen lassen. Nach etwa 12 Stunden einmal rühren, wieder abdecken und stehen lassen.
2. Am zweiten Tag 50 g Mehl und 50 ml Wasser dazu geben, umrühren, abdecken und stehen lassen. Abends einmal rühren.
3. Am dritten Tag 100 g Mehl und 100 ml Wasser, abends rühren.
4. Am vierten Tag dasselbe.
5. Jetzt wird gebacken 🙂 Beim ganz frischen Sauerteig brauche ich etwas Hefe. Beim ersten Mal gebe ich 20 g Hefe, beim zweiten nur 15g, dann, 10 g, 5g und dann braucht der Sauerteig keine Hefe mehr.

Leckere Sauerteig- Brötchen:

Die Zutaten:

250 g Dinkel- Mehl Typ 630
100 g Weizenschrott
50 g Leinsamen
50 g Haferflocken
50 g Sonnenblumen- Kerne
390 ml lauwarmes Wasser
150 g Sauerteig
1 EL Honig, Rübensirup
0, 5 TL Salz
20 g Hefe zum ersten Sauerteig
 

Die Zubereitung:

1. Ich nehme nur 150 g vom Anstellgut, der Rest landet im Kühlschrank und wenn ich es zum Backen nicht brauche, wird einmal die Woche mit 1 EL Mehl und 1 EL Wasser gefüttert. Mehl mit Salz in einer Schüssel mischen, den Sauerteig dazu geben und alle Zutaten: Weizen- Schrott, Leinsamen, Haferflocken, Wasser und Honig. Alles schön verrühren, abdecken und stehen lassen, bis sich der Teig verdoppelt. Es kann 2 bis 6 Stunden dauern.
2. Dann den Teig zu einer dicken Rolle formen und kleine Scheibchen schneiden. Diese Teig- Stücke mit den bemehlten Händen( damit sie rustikal aussehen) zu schönen, kleinen Brötchen formen. Ich mache sie gerne klein. Dann kommt der Teig auf ein Backblech und zugedeckt, bleibt etwa eine Stunde stehen.
3. Den Backofen auf 200 Grad vorheizen. Die Brötchen etwa 15- 20 Minuten backen. Ein Tipp: beim Backen brauchen Brötchen den Dampf, also eine Tasse mit heißem Wasser auf den Backofenboden hinstellen.
4. Fertige Brötchen sind schön knusprig und schmecken sehr gut mit Butter. Guten Appetit 🙂
Eure Edyta

Kartoffelauflauf mit Birnen

,, Was kochst du heute? “, mit diesem Satz begrüßt mich mein Arbeitskollege Rainer immer wenn wir uns treffen. Meine Antwort lautet meistens: ,, Suppe…eine Gemüsesuppe“. Ich weiß nicht, was Rainer sich darunter vorstellt, aber an seinem Gesicht erkenne ich ein großes Unbehagen für meine Kochkünste. Rainer zischt durch die Zähne: ,, Süppchen, Süppchen. Koch mal was Anderes, einen Gulasch, oder ein Eisbein, schön mit viel Fett…“
Ich schüttele den Kopf: ,, Nein, kein Fleisch, eine Gemüsesuppe“.
Verzweifelt sucht Rainer nach überzeugenden Argumenten und dann kommt es: ,, Eines Tages ist dein Mann weg. Du wirst schon sehen. Fleisch braucht ein Mann, keine Suppe…“. Rainer lächelt und geht zu seinem Arbeitsplatz. Ich schaue ihm nach. Das alte Sprichwort sagt zwar, die Liebe geht durch den Magen, ich glaube aber, es sind andere Sachen entscheidend, ob eine Beziehung hält. Gemeinsame Interessen, Weltanschauungen, Zuneigung, aber auch der Humor…
Ich denke über Rainers Worte nach und koche etwas anderes als Suppe. Heute gibt es Kartoffelauflauf mit Birnen…ohne Fleisch. Ob das dem Rainer wohl schmecken würde?

Kartoffelauflauf mit Birnen:

Die Zutaten:

6 mittelgroße Kartoffeln
2 Birnen
100 ml Weißwein
100 g Sahne
100 g Gorgonzola
Salz, Pfeffer
etwas Fett für die Form
 

Die Zubereitung:

Eine Auflaufform mit Butter einfetten. Kartoffeln in der Schale kochen, pellen und in Scheiben schneiden. Birnen schälen, das Kerngehäuse herausschneiden und in Scheiben schneiden.Kartoffel- und Birnenscheiben dachziegel-artig in eine große, flache Auflaufform schichten. Mit Salz und Pfeffer würzen. Wein mit Sahne verquirlen und über die Kartoffeln und Birnen gießen. Gorgonzola in kleine Stücke schneiden und auf dem Auflauf verteilen. Den Auflauf im Ofen bei 200 Grad 20 bis 30 Minuten backen. Guten Appetit!
 

* Eine Vegane-Version:

Die Zutaten:

6 Kartoffeln
2 Birnen
2 EL Olivenöl
Salz, Pfeffer
 

Die Zubereitung:

Eine Auflaufform mit Butter einfetten. Kartoffeln in der Schale kochen, pellen und in Scheiben schneiden. Birnen schälen, das Kerngehäuse herausschneiden und in Scheiben schneiden.Kartoffel- und Birnenscheiben dachziegelartig in eine große, flache Auflaufform schichten. Mit Salz und Pfeffer würzen. Olivenöl darüber gießen. Den Auflauf im Ofen bei 200 Grad 20 bis 30 Minuten backen. Guten Appetit!

Das Geheimnis eines leckeren Kartoffelauflaufs liegt in den Kartoffeln. Diese werden nur mit Liebe ausgesucht 😉

Grüße aus der Dolcevita- Küche

Eure Edyta

Saftige Kartoffelbrötchen- so gelingt der Hefeteig

,,Hefeteig ist nicht mein Freund” – sagte meine Nachbarin Julia und machte ein verlegenes Gesicht. Ausgerechnet Julia, die so leckere Torten und Schoko- Cupcakes backt. Ihren Himmel- Kuchen werde ich Euch nach der Fastenzeit ganz sicher vorstellen. Was mag Julia nicht an den Hefeteig? – forschte ich nach.

,, Der Teig geht bei mir nie auf und wird zäh. Überhaupt die ganze Kneterei dauert viel zu lange. Wer hat denn heutzutage Zeit für das lange Kneten?“
Ich muss grinsen. Genau das ist es. Uns fehlt die Zeit und die Geduld. Alles muss schnell gehen,  leicht zu machen sein und dann noch am besten perfekt. Selber Pasta machen, Maultaschen, Knödel, Hefeteig, wer hat denn schon Zeit dafür? Und vor allem, wenn es dabei, wie Julia sagt, keine Erfolgsgarantie gibt?
 Bei mir zu Hause gab es sehr oft Hefeteig als Streusel- Kuchen, Hörnchen mit Marmelade, kleine Teilchen( sehr lecker mit Quark- Füllung) oder zu Weinachten als Mohn- Roulade. Ich mag Backwaren aus Hefeteig sehr gerne und esse sie schon zum Frühstück. Sie haben in sich etwas…Brötchenhaftes, auch wenn sie süss gefüllt sind. Wenn meine Mutter sagt: ich backe uns einen Kuchen, wer denkt schon an den Hefeteig? Hefeteig gehört zum Alltag, wie die Brötchen zum Frühstück. Und trotzdem haben viele junge Frauen Angst vor ihm. Um Euch die Angst weg zu nehmen, habe ich meine, persönlichen Tipps gesammelt, damit der Hefeteig gelingt.

 Meine Tipps für saftige Kartoffelbrötchen- so gelingt der Hefeteig

 

Tipp Nr.1 Die Hefe

Beim Backen können wir zwischen Trocken- oder Frischhefe wählen. Beide sind vergleichbar, obwohl Trockenhefe als leichter im Gebrauch gilt. Meistens steht im Rezept, welche Hefe man nehmen soll. Obwohl ich immer ein Tütchen Trockenhefe im Schrank habe, nehme ich meistens Frischhefe. Vielleicht bilde ich mir das ein, aber so gedeiht der Teig besser und schmeckt richtig nach Hefe. Aber weiter zum Vergleich. Trockenhefe wird im Schrank aufbewahrt und ihre Haltbarkeit beträgt ein Jahr, Frischhefe dagegen muss man im Kühlschrank lagern und nach 1-2 Wochen kann man sie nicht mehr gebrauchen.
 Trockene Hefe mischt man einfach unter das Mehl, hier man man nichts falsch machen. Frischhefe muss gebröselt und im Wasser aufgelöst werden und erst dann für den Teig verwendet. Die Haltbarkeit bei der frischen Hefe muss man auf ihre Farbe achten. Ist sie hell und beige, riecht angenehm und etwas intensiv, lässt sich leicht bröckeln, so kann man sie gebrauchen. Alte Hefe ist braun, weich und schmierig, riecht unangenehm. Man soll sie nicht mehr nehmen, weil sie ihre Treibkraft verloren hat und der Hefeteig garantiert nicht aufgeht.
 
Ein Päckchen Trockenhefe sind 7 Gramm, ein Würfel Frischhefe 42 Gramm.
Ihr könnt ganz einfach umrechnen, wie man Frischhefe und Trockenhefe umrechnen und umsetzen kann:
 
Eine Würfel Frischhefe= 2 Päckchen Trockenhefe
Ein Päckchen Trockenhefe = 0.5 Würfel Frischhefe
 
Beinahe hätte ich es vergessen: Achtung auf Salz( entzieht den Hefezellen die Feuchtigkeit). Ich achte immer drauf, dass Hefe nicht in Berührung mit Salz kommt, da sie sonst nicht aufgeht. Also zuerst einen Vorteig machen, dann das Salz zum Mehl geben.
Die Zucker: Die Hefe ernährt sich vom Zucker, also Zucker nicht vergessen. So wird der Hefeteig schön ,,gehfreudig“.
 

Tipp Nr. 2 Die Wärme

Der Hefeteig braucht Wärme, um aufzugehen. Die ideale Temperatur liegt bei 20-35 Grad. Nur dann entwickelt die Hefe ihre Treibkraft und kann sich entwickelt, aber wir sollen nicht übertreiben. Die Hitze tötet den Pilz ab. Ich achte immer drauf, dass alle Zutaten Zimmertemperatur haben, decke den Hefeteig mit einem Tuch ab und lasse ihn in aller Ruhe aufgehen. Meine Mutter immer: seid leise, knallt nicht mit der Tür, sonst geht der Hefeteig nicht auf.
 

Tipp Nr. 3 Kneten

Ich knete den Hefeteig immer mit der Hand. Es dauert zwar lange, aber ich finde, diese Beschäftigung hat etwas …Beruhigendes. Fertig ist der Teig, wenn er schön geschmeidig ist, nicht mehr klebt, sich von selbst von der Schüssel löst und Bläschen bildet. Oder wie meine Oma immer sagte, wenn er weich wird, wie ein Feder-Kopfkissen.
 
Jetzt kann nicht mehr schief gehen. Für alle, die ihre Erfahrungen mit dem Hefeteig noch nicht gemacht haben, würde ich mit einfachen, leichten Rezepten anfangen, die gelingsicher sind, wie z. B. Kartoffelbrötchen. Ein leckeres Rezept für jeden Backanfänger.

Saftige Kartoffelbrötchen:

 

Die Zutaten:

3 Kartoffeln
eine halbe Würfel Frischhefe
250 ml lauwarmes Wasser
600 g Mehl type 405
2 EL Olivenöl
Prise Salz und Zucker
 
Die Zubereitung:
1. Drei mittelgrosse Kartoffeln waschen, schälen, in Scheiben schneiden und in einem Topf mit Wasser und Salz weich kochen. Die abgekühlten Kartoffeln mit einer Gabel oder Kartoffelstampfer zerdrücken.
2. Hefe und Zucker im lauwarmen Wasser auflösen. Kurz aufgehen lassen und zu den Kartoffeln geben. Umrühren und dann Olivenöl und Mehl dazu geben. Nach Geschmack eine gute Prise Salz geben. Jetzt wird der Teig geknetet, es dauert eine Weile, bis alles schön vermischt ist und der Teig nicht mehr klebt. Soll es zu viel kleben, etwas Mehl dazu geben. Wenn er zu klebrig ist, kann etwas Wasser helfen. Spätestens nach 10 Minuten ist der Teig fertig. Und kann eine halbe Stunde ruhen. Deckt die Schüssel mit einem Tuch ab, damit der Teig nicht austrocknet.
3. Zwei Backbleche Backpapier auslegen und 12 runde Brötchen formen und auf die Bleche legen. Viertel Stunde bleiben sie liegen und dann werden sie im vorgeheizten Ofen gebacken.
Backofen auf 190 Grad vorheizen, Backzeit: etwa 30 Minuten.
4. Fertig sind unsere saftige Kartoffelbrötchen und vergisst bitte nicht: In der Ruhe liegt die Kraft.
In diesem Sinne- alles Gute 🙂

Alles Gute,

Edyta

Meine Klaviertasten- Kekse für Chopin

Am 14. Februar feiern wir Valentinstag, den Tag der Liebenden. Es gibt so viele Liebespaare in der Literatur oder Geschichte, die weltberühmt geworden sind. Bei uns in der Schule gab es jeden Winter einen Cotillion- Ball. Am Anfang hat man zwischen den Tanzenden kleine Cotillions aus Papier verteilt. Auf jedem Cotillion stand ein Name und zwei Cotillions zusammen haben ein berühmtes Liebespaar gebildet. Im Laufe des Balles hat man nach seinem Partner gesucht. Es waren Tanz- Paare für einen Nachmittag: Romeo und Julia, Odysseus und Penelope, Scarlett O´hara and Rhett Butler , Tarzan und Jane, Napoleon und Frau Walewska oder Fryderyk Chopin und George Sand. Entscheidend war der Moment des Ziehens, soll ich den blauen Cotillon ziehen oder lieber den grünen, oder nein lieber den rosanen. Es sollte sich erst später rausstellen, wie das Schicksal mit uns gemeint hat und mit wem wir tanzten mußten. Soll es der kleine Dicke sein, der beim Tanzen über seine eigenen Füsse fällt, oder der grosse Dünne, der so schüchtern ist, dass seine Hände schwitzen, oder die schlimmste Möglichkeit, vielleicht ist er zwei Klasse unter uns, also viel jünger? Damals war der Cotillon- Ball eine reinste Katastrophe für mich, heute denke ich dran mit Nostalgie und finde es eigentlich süss. Und diese Kekse widme ich meinem Lieblings- Paar: Chopin und George Sand. Fryderyk Chopin, eine große Persönlichkeit in der Musikwelt, als erwachsener Mann bei einer Größe von knapp 1,70 Meter ( manche Quellen sagen sogar 1, 60 Meter ) wog er nur 44 Kg. Schon von Kind an hatte er Gesundheitsprobleme und konnte fettiges Essen schlecht verdauen. Jede Reise hat für ihn eine Woche Fasten bedeutet, solange musste sich sein Magen an die neue Küche gewöhnen. Das Menü in den Pariser Tavernen hat er schrecklich gefunden. Alles stinkt hier nach ranzigem Öl und einem alten Eber- schrieb Fryderyk in seinen Briefen an Freunde. Zu Hause pflegte er Haferbrei mit Milch, Quark, weichgekochte Eier mit Salz und Pfeffer und dazu Weizenbrötchen zu speisen. Zum Trinken gab es Pfefferminz oder Lindentee, Milch mit Butter oder Aufguss aus den gerösteten Eicheln. Fryderyk liebte jede Sorte von Bouillons und Brühen. Und seine Lieblingsnaschereien sollten Berliner Pfannkuchen sein, aber im frischen Schmalz gebacken, damit er nicht ranzig wird und stinkt. Er mochte auch Nüsse, gebackene Äpfel, kandierte Früchte und Maronen. George Sand verwöhnte ihn mit selbstgemachten Himbeer-, Stachelbeer- und Johannisbeerkonfitüren. Und wie die Liebe durch den Magen geht, kann es genauso andersrum geschehen. George Sand lud den hochsensiblen Fryderyk in ihr Haus auf dem Land in Nohant ein, wo er die ganze Zeit Komponieren sollte. Leider war der Klavier, den er bestellt hat, nicht geeignet und die Zustellung eines zweiten Instrumentes verzögerte sich. Chopin schrieb damals Sonate b-moll, das Klavier wurde erst im August geliefert und der Komponist war sehr gereizt. Zu Mittag gab es gefüllte Poularde und Fryderyk hat sich Brust und Bein gewünscht. Der Sohn von George Sand war aber schneller und hat das Fleisch aufgegessen. Ein grosser Krach und ein langes Gespräch über die Kindererziehung hat einen Schatten auf die Beziehung gelegt und im Juli 1847 trennten sie sich die beiden.
Lieber Fryderyk vergiss die fette Poularde. Probiere die Kekse, die ich heute für dich gebacken habe. Sie sehen aus, wie die Tasten auf deinem Klavier und die kleinen glänzenden Punkte, wie die tanzenden Noten…Heute ist doch Valentinstag.

Meine Klaviertasten- Kekse für Chopin:

Für die Kekse:

200 g Weizenmehl
6 EL Puder- Zucker
75 g weiche Butter
2 Eigelb
1 Tl Backpulver
1 Vanille- Zucker
 

Für die Glasur:

2-3 EL Wasser oder Zitronensaft
200 g Puderzucker
2 EL Zucker und etwas Heidelbeersaft oder Lila- Farbstoff
 

Die Zubereitung:

1. Mehl mit Backpulver mischen, alle Zutaten hinzufügen und zu einem Teig verkneten. Den Teig 30 Minuten kalt stellen. Den Teig ca. 0,5 cm dick ausrollen und Streifen von etwa 5 cm Länge und 2 cm Breite ausschneiden .
2. Backblech mit Backpapier belegen. Backofen auf 175 Grad vorheizen. Plätzchen auf das Backblech legen und etwa 12 Minuten backen. Plätzchen erkalten lassen und mit Glasur verzieren.
3. Glasur: 2-3 Esslöffel Wasser oder Zitronensaft mit 200 Gramm Puderzucker mischen zu einer glatten Zuckerguss-Masse verrühren.
4. Zucker in eine kleine Schüssel geben und mit etwas Heidelbeersaft oder Lila- Farbstoff verfärben. Zuerst mit einem Tropfen verrühren und erst wenn der Farbton nicht intensiv genug ist, etwas mehr hinzufügen. Einfach öfters probieren, bis man mit der Farbe zufrieden ist.
5. Plätzchen glasieren und den Lila-Zucker drüber streuen.

 

Fertig sind die romantischen Kekse nicht nur für den Chopin 🙂