Knusprige Knabber- Fische

rezept-fur-knusprige-knabberfischeHast Du eine langweilige Steuererklärung vor Dir? Oder einen gemütlichen Filmabend auf dem Sofa? Spielt keine Rolle. Für beides brauchst du unbedingt eins. Knusprige Knabber- Fische.

Knabber- Fische sind leicht zu machen und schmecken wahnsinnig lecker. Eine Tüte Chips wird hier keine Chance haben. Die Cracker passen zu allem gut: Feta- Dip, Tsatsiki, Guacamole, Hummus, Mojo rojo und verde. Zu einem leichten Weißwein. Aber am besten esse ich sie pur. Sie knuspern so leicht im Munde. Und fast zergehen auf der Zunge. Dank Puderzucker, nehme ich an. Den schmeckt man aber kaum raus.

Und womit kann man diese Knabber- Cracker noch aufpeppen? Leinsamen, Kreuzkümmel, Sonnenblumenkerne, Chiasamen, Knoblauchpulver oder Chilipulver, Nüsse? Je nach Geschmack eben – oder was gerade da ist und passt.

Jetzt kommt der Satz, auf den ich so lange gewartet habe: Diese Knabber- Fische sehen so niedlich aus! Nicht wahr?

Aber wie bastelt man Fische aus dem Teig, ohne spezielle Backförmchen? Stolz präsentiere ich Dir meinen persönlichen Einfall, der sehr gut auch bei Modelliermasse funktioniert. Und die Fische sehen fast echt aus 🙂fischform-basteln

Zuerst forme ich kleine Kugeln aus dem Teig. Etwas größer als eine Haselnuss. Aber kleiner als eine Walnuss. Sobald ich eine Ladung Bällchen geformt habe, nehme ich eins zwischen zwei Fingern. Nicht in der Mitte. Eher nach 2/3 der Länge. Und drücke fest, damit ein Oberteil und eine Schwanzflosse entsteht. Es soll ein dicker glücklicher Fisch sein. Kein Aal. Wir verzichten auch auf die Rücken- oder Bauchflossen. Und die Augen. Es ist etwas für filigrane Fingerchen. Und beim Knabbern macht es nichts aus.

Dann soll man den Rumpf noch etwas ovale Form geben. Damit es nach Fisch aussieht. Und das Fisch- Schänzchen leicht biegen. Fertig ist unser handgemachte Pracht- Fisch. Wie frisch aus dem See. Tadaaa!!! Und wenn du keine Fische angeln magst, wie wäre es mit den Bällchen oder Dreiecken?

Komm, wie knabbern eine Runde.fische-backen-einfach

Knusprige Knabber- Fische:

für 2 Backbleche

Zutaten:

1 Ei

125 g weiche Margarine

200 ml Öl

eine Prise Salz

1 EL Puderzucker

1 Tl Mohn, Muskatnuss, Paprika- Pulver

2 EL Essig

2,5 Kaffeebecher Mehl( etwa 130 g pro Glas)

1 Päckchen Backpulver

etwas Milch zum Bepinseln

zum Bestreuen Sesam, Schwarzkümmel, Mohn, Meeressalz

Zubereitung:

1. Zwei Backbleche mit Backpapier belegen. Das Ei trennen. Das Eigelb zur Seite stellen( zum Bestreichen später, das Eiweiß in eine Schüssel geben.

2. Weiche Margarine, das Öl dazu geben und kurz verrühren.

3. Salz, Puderzucker, Mohn, Muskatnuss, Paprika- Pulver und Essig dazu geben und mischen.

4. Nach und nach das Mehl und den Backpulver dazu geben. Alles zügig zu einem glatten elastischen Teig verkneten.

5. Kleine Bällchen formen und auf eine Arbeitsfäche legen. Das Bällchen mit dem Daumen und Zeigefinger leicht andrücken. Nicht in der Mitte. Eher so an der 2/ 3 der Länge. So dass der Rumpf und Flossenschwanz entsteht. Jetzt noch den Rumpf leicht oval formen, so dass der Fisch einen Kopf bekommt. Und das Ganze von oben leicht flach drücken.

6. Das Eigelb mit etwas Milch verquirlen. Und die Fische bepinseln. Eventuell mit Schwarzkümmel, Mohn oder Salz bestreuen.

7. Im vorgeheizten Backofen bei 180 Grad 15- 18 Minuten goldbraun backen.knabbergeback-rezept

cracker-backen-rezept

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knabberzeug-backen

Was meine Steuererklärung anbetrifft, ich werde noch eine Ladung Fische backen müssen. Komischerweise kommt eine Bescheinigung über Genussrechte von meinem lieben,, alten” Arbeitgeber vom Jahr zu Jahr immer später. Bis ich alle Unterlagen zusammen habe, bleibt der Ofen wahrscheinlich warm.

Übrigens, dieser Satz: ,, Magst du noch etwas Fisch? “ ist in unserem vegetarischen Haus unschlagbar 🙂

Liebe Grüße

Edyta

Selbstgemachte Grissini

selbstgemachte-grissiniLeckere, selbstgemachte Grissini knabbert man von morgens bis abends, ohne dabei ein schlechtes Gewissen zu haben. Sie sind ohne Margarine oder tierische Fette, ohne Farbstoffe und Konservierungsmittel.

Der Name Grissini kommt natürlich aus dem Italienischen,,  ghersin” , was eine Brotstange bedeutet. Im 13. Jahrhundert wurde in Italien das Brot nicht nach dem Gewicht sondern nach Stückzahl. So wurde das Brot immer kleiner und leichter. Und schließlich schrumpfte es zu einem Grissini. Einer anderen Legende nach sollen die ersten Grissinis auf dem Hof von König Vittorio Amedeo II. von Savoyen  erfunden worden. Der Herzog hat unter Verdauungsproblemen so gelitten, dass sein Bäcker Antonio Brunero im Jahre 1675 sich etwas besonderes einfallen ließ. Er zauberte dünnes, mürbes Gebäck, das so leicht zu verdauen ist.

Heute sind die Gebäckstangen aus dem Piemont überall bekannt und als Partysnack sehr beliebt. Sie sind knusprig, werden oft mit Mohn, Sesam, Käse, Nüsse oder Gewürzmischungen bestreut. Um diese schöne gelbe Farbe zu bekommen, habe ich Kurkuma benutzt. Zur Abwechslung kann man auch Rote- Bete- Saft oder viele grüne Kräuter nehmen. Lust auf Grissini?

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Selbstgemachte Grissini:

Zutaten:

250 g Weizen- Mehl

eine Prise Salz

10 g frische Hefe

1 TL Kurkuma

150 ml Wasser

1 EL Olivenöl

1 EL Sesam, Kumin, Chili- Flocke, Salz oder getrocknete Kräuter

Die Zubereitung:

1. Hefe in eine Schüssel bröckeln. Mehl, Salz und Kurkuma dazu geben. Wasser und Olivenöl eingießen und alles gut verrühren. Zu einem geschmeidigen Teig verarbeiten, mit einem Küchentuch abdecken und 1, 5 Stunde gehen lassen.

2. Den aufgegangenen Teig vierteln, jedes Viertel in 6 Stücke teilen. Jedes Stück zu einer etwa 30 cm langen Rolle formen. Man kann auch viele kleine Stäbchen machen.

3. Zwei Backbleche mit Backpapier auslegen. Grissini in Sesam, Mohn, Salz oder Kräuter wälzen und auf die Bleche legen. 15 Minuten ruhen lassen.

4. Den Backofen auf 200 Grad vorheizen und Grissini etwa 20 Minuten backen. Bei Bedarf umdrehen und aufpassen, dass sie nicht zu braun werden. In einer Dose bis 2 Wochen aufbewahren und sie bleiben schön knusprig. Buon appetito 🙂

kurkuma-grissini-rezept
Grissini- Gebäck aus Piemont
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Auch der Sonnenkönig Ludwig XIV. liebte dieses Gebäck. Es ließ zwei Bäcker aus Italien nach Paris kommen. Leider war das französische Wasser und die Luft nicht gut genug, um das Gebäck aus Turin nachzumachen. Ich hoffe, Ihr werdet mit dem Resultat zufrieden 😉

Ciao Amigos 😉

Edita