Rote Bete Salat mit Feta, Walnüssen und Petersilie

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winterlandschaft

Ganz gewöhnlicher Donnerstag- Nachmittag. Dunkle Wolken am Himmel, betrübte Stimmung. Der Briefträger verspätet sich und wenn er endlich kommt, ist der wichtige Brief nicht da. Hat mich mein alter Personalchef ganz vergessen? Unglaublich, bis heute ist mein Arbeitszeugnis nicht da. Wahrscheinlich muss ich ihn anrufen, fragen, erinnern…Morgen kann ich nicht, es muss warten bis Montag. Ich sitze am Küchentisch und schneide ganz klein gekochte Rote Bete. Der Saft färbt die Hände, der Trick mit Öl hilft etwas, aber nicht ganz. Der Käse passt gut dazu. Heute nehme ich Feta, aber jeder Schafskäse schmeckt lecker mit Roter Bete. Eine Hand voll Nüsse, geschnittene Petersilie, im Sommer kann man Rukola nehmen. Noch etwas Dressing, Balsamico Essig, Salz und Pfeffer.

Der einfache Rote Bete Salat mit Käse und Walnüssen wird kredenzt.

Eure Edita 🙂

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Liebe Grüße

Edyta

Sauerkraut- Bratlinge

sauerkraut-bratlingeWas hast du heute gekocht? Diesen Satz kann ich bald nicht mehr hören. Am liebsten antworte ich trocken: Leber. Oder: Nierchen. Das bringst meinen Mann, als Halb- Vegetarier, jaa solche gibts auch, ins Entsetzen. Du meinst es nicht wirklich? Und weil er keine Antwort hört, schaut er mir über die Schultern, klaut einen Bratling und verspeist ihn hungrig. Lecker- seufzt er zufrieden und ich darf servieren. Heute gibt es Sauerkraut- Bratlinge. Der wichtigste Zutat ist natürlich das Sauerkraut. Als ich Kind war, haben meine Eltern das Sauerkraut selber gemacht. Dafür hat man Weisskohl gehobelt und in einem braunen Tontopf kräftig mit den Händen gequetscht. Es wurden noch Karotten hinzugefügt und viel Salz und schon am nächsten Tag hat das Ganze ordentlich geblubbert. Bei der Zubereitung hat mein Vater Witze gemacht:
,, Gleich musst du Füsse ordentlich waschen und das Sauerkraut ordentlich stampfen”.  Ich wußte nicht genau, wie er das meint, so habe ich vorsichtshalber schnell die Küche verlassen. Und den leckeren Strunk hat meine Schwester bekommen.
Heute macht keiner das Sauerkraut zu Hause. Auch die Tontöpfe findest du fast nirgendwo. Es ist nicht einfach ein leckeres Sauerkraut zu finden. Ich kenne einen Tante Emma Laden mit Obst und Gemüse. Da wird das Sauerkraut noch vom Fass verkauft. Es schmeckt sehr lecker und hat so viele Vitamine: K und C, B- Vitamine, Eisen, Calcium, Kalium. Nur eins hat das Sauerkraut kaum- Kalorien 😉
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Sauerkraut- Bratlinge:

Die Zutaten:

300 g Sauerkraut
200 g Mehl
150 ml Milch
1 Ei*
Salz, Pfeffer
Kräuter: Bohnenkraut, Kümmel
Oliven-Öl zum Braten
saure Sahne als Beilage
 

Die Zubereitung:

1. Zuerst wird der Teig zubereitet. In einer Schüssel vermischen wir das Mehl, die Milch und ein Ei zu einem Teig( wie Pfannkuchenteig). Das Sauerkraut gut abtropfen lassen und klein schneiden. Zu dem Teig geben. Umrühren, salzen und pfeffern. Bohnenkraut und Kümmel geben den Bratlingen eine leckere Note und unterstützen die Verdauung.
2. Der Teig ist etwas fest, so benutze ich zwei Löffel, um Bratlinge zu formen. Die Sauerkraut- Bratlinge werden in einer Pfanne in reichlich Olivenöl von beiden Seiten goldbraun gebraten. Mit saurer Sahne servieren. Guten Appetit 🙂sauerkraut-rezepte
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* Statt Eier kann man eingeweichten Leinsamen nehmen. Pro Ei ein EL Leinsamen( 15 g) mit 45 ml Wasser einweichen.

Edyta

Sellerie- Pommes( Straßenerneuerung in Schwirzheim Teil 2)

sellerie-pommes-strasenerneuerung-teil-2Unsere Strasse hat einen englischen Flair bekommen. Vor jedem Haus wurde ein provisorischer Steg gebaut und es sieht fast so aus, wie in London. Und das mitten in der Eifel! Übrigens, über die Strassenerneuerung bei uns im Dorf habe ich in dem letzten Post erzählt. Es ist nur schade, dass es nicht ein Tag früher passiert ist…naja, was uns nicht umbringt, das macht uns stark, oder so ähnlich.
Halb sechs morgens verlasse ich das Haus. Um diese Zeit trifft man niemanden auf der Strasse. Aus dem fast englischen Nebel taucht ein Zeitungsträger auf. Verschlafen huscht er an mir vorbei ohne zu grüßen, wahrscheinlich hat er sehr eilig. Ohne die orangene Weste hätte ich ihn nicht Mal gesehen. Ich gehe durch das halbe Dorf zum Auto und nutze diese Zeit, um mir eine Einkaufliste im Kopf zu machen. Bedingt durch das Schleppen, fällt sie viel kürzer aus, als sonst. Man muss vernünftig entscheiden. Zwei Kilo Äpfel oder Katzenfutter? Die Tierliebe gewinnt. Waschpulver oder eine Kiste Sprudel? Saubere Wäsche ist mir viel wichtiger…Jogurt oder Milch? Vergiss schnell die kleinen Becher, die so unerwartet platzen…Unsere Vorräte sind jetzt sehr aufgebraucht. Jede Extravaganz bedeutet für mich das Schleppen. Die letzen Aktivitäten an der frischen Luft machen hungrig, vor allem das Klettern in der Nacht. Ich möchte Pommes. Schöne, knusprige Pommes frites mit Ketchup und Mayo, Pommes „rot-weiss“. Oder Pommes mit Fisch, den britischen Nationalgericht Fish and Chips. Wir haben aber keine Kartoffeln mehr…
Während der Fahrt komme ich auf eine gute Idee, ich mache Sellerie- Pommes. Eine Sellerie- Knolle ist doch viel einfacher zum Tragen, als ein Kartoffelsack. Unser Mittagessen ist gerettet.
Viel später stehe ich in der Küche und schneide kleine Sellerie- Scheiben in dicke Stifte, irgendwie sehen sie anders aus, als die gekauften Pommes frites. Und ganz gerade sie sie auch nicht. Es ist egal. Ich würze meine Sellerie- Pommes mit einer Gewürz- Mischung aus einem türkischen Laden. Die habe ich mal in Saarland gekauft. Komisch, ich kenne keinen einzigen türkischen Lebensmittel- Laden in der Eifel, dafür aber viele gute Döner- Läden mit türkischer Pizza. Was da für leckere Zutaten in dieser Gewürz- Mischung stecken! Thymian und Oregano, Kreuzkümmel, Curry, Paprikapulver und Pul Biber (scharfe Paprikaflocken). Das gibt meinen Pommes eine feurige Note. Und tatsächlich schmecken, die sonst etwas milde Sellerie- Pommes, sehr würzig, für manche etwas zu würzig 🙂 Dazu empfehle ich Tomaten- oder Joghurt- Dipp. Magst Du probieren?
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Sellerie-Pommes:

Die Zutaten:

1 große Sellerie- Knolle
2 EL Olivenöl
Gewürze nach Geschmack
etwas Salz, Knoblauch
 

Die Zubereitung:

1. Die Sellerie- Knolle schälen, in Scheiben schneiden und dann dicke Stifte rausschneiden, sollen wie Kartoffel- Pommes aussehen.
2. Sellerie- Pommes in eine Schüssel geben, mit Olivenöl beträufeln und kräftig würzen.
3. Zwei Backbleche mit Backpapier auslegen. Aus einer Sellerie- Knolle gab es bei mir Pommes für 2 Backbleche. Die Sellerie- Pommes auf den Backblechen gleichmäßig verteilen, sie sollen sich nicht überlappen.
4. Im vorgeheizten Backofen bei 200 Grad 30 Minuten goldbraun backen, öfters wenden.
5. Am besten schmecken die Sellerie- Pommes mit Tomaten- oder Joghurt- Dipp.
 

Tomaten- Dipp:

 
3 Tomaten
2 Knoblauch- Zehe
2 Majoran- Stängel
Eine Prise Meeres- Salz, Zucker, Pfeffer, Paprika
 
1. Zuerst Tomaten häuten: Tomaten einritzen und in eine kleine Schüssel legen. Mit heißem Wasser übergießen und kurz stehen lassen. Tomaten vorsichtig rausholen, kalt abspülen. Die Tomate pellt sich jetzt von alleine ab.
2. Jetzt die Tomaten in Stücke schneiden und in eine Pfanne geben. Knoblauch schälen und zusammen mit Meeres- Salz mit einem Messer zerdrücken. Zu den Tomaten geben und mit Pfeffer, Zucker und Paprika würzen. Alles etwa 15 Minuten bei kleiner Hitze einkochen lassen.
Majoran dazu geben.
 
Joghurt- Dipp:

200 g Sahnejoghurt

2 Knoblauchzehe
eine Prise Salz, Kreuzkümmel, Zimt, Paprika and Curry
 
Knoblauch fein reiben, alles gut rühren und mindestens eine Stunde im Kühlschrank ziehen lassen.
Guten Appetit!
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Eure Edyta

Rote-Bete-Suppe ( Barszcz)

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Hallöchen,
nach einer kurzen Pause, komme ich etwas erschöpft zurück. Es hat mich wieder erwischt…eine böse, böse Migräne. Jeder, der sie kennt, weisst genau, was ich meine…Und obwohl ich nicht vor habe, Euch von meinen Krankheiten zu erzählen, irgendwie gehört es doch dazu…Ich bin also wieder da, blass, erschöpft und etwas kraftlos. Jetzt muss in der Küche etwas geschehen, was mit Kraft zum Weitermachen gibt.  Es könnte eine Suppe sein. Ja, genau. Nicht ohne Grund nennt mich ein Arbeitskollege ,,Suppenkaspar “. Obwohl ich glaube, der Suppenkaspar wollte keine Suppe essen? Egal. Ich brauche heute eine vitaminreiche, heisse Brühe, die mir power gibt. Am besten etwas aus der Kindheit…Eine Rote-Bete-Suppe wie bei Mutti? Rote Bete hat viel Eisen und Folsäure, schmeckt sehr lecker und diese knallrote Farbe gibt mir viel Energie…Probiert einfach selber!

Rote-Bete-Suppe( Barszcz):

Zutaten:
500 g Rote Bete Knollen
1,5 l Brühe( ich nehme immer Gemüsebrühe)
1-2 getrocknete Pilze ( Steinpilze)
1 Knoblauchzeh
3 Pigmentkörner
2-3 Pfefferkörner
1 Lorbeerblatt
1 Zwiebel
halbes Glas Gurkenwasser( alternativ: Saft von einer Zitrone oder etwas Essig)
Salz, Zucker, etwas Öl

Zubereitung:
Die rohen Rote-Bete-Knollen ordentlich waschen, mit heissem Wasser bedecken und in einem Topf kochen, bis sie weich werden( ähnlich wie Pellkartoffeln). Es kann eine Stunde dauern. Die Knollen leicht erkalten lassen und am besten jetzt schälen, solange die warm sind, geht die Schale gut ab. Am besten Handschuhe anziehen! Die geschälten Knollen grob raspeln und auf die Seite stellen.
Zwiebel schälen, grob würfeln und in Öl anschwitzen. Die Rote-Bete, Gewürze und Gemüsebrühe hinzufügen. 30-40 Minuten kochen und abschmecken. Eine gute Barszcz-Suppe braucht etwas Säure und ich nehme immer etwas Gurkenwasser aus dem Glas( kennt ihr Essiggurken?) zum Abschmecken. Noch ein Klacks Sahne und fertig! Guten Appetit! Edytarote-bete-rezepte
Liebe Grüße

Kürbispommes

gemusepommes-kurbispommes-rezeptHeute möchte ich Euch mein absoluter Kürbis- Lieblingsrezept vorstellen. Ich bin schon mit der leckeren Kürbis- Suppe, verfeinert mit Ingwer und Knoblauch, zufrieden.  Oder mit dem einfachen Eintopf. Auch der würzige lebkuchenartige Kürbis- Kuchen schmeckt sehr gut. Das heutige Rezept ist aber ein Sieger. Mein Mann fragt ständig nach den leckeren Kürbis- Pommes, die er sehr gerne mit Blumenkohl- Schnitzel verspeist. Naja, er ist halt ein geborener Vegetarier 🙂

Kürbispommes:

Zutaten:
2 Hokkaido Kürbisse
2 Knoblauchzehe, gehackt( nach Geschmack)
1 Bund Petersilie, gehackt
frische Kräuter, gehackt( nach Geschmack)
Salz, Pfeffer
4 EL Parmesan( oder Gouda)
2 EL Olivenöl

Den Backofen vorheizen auf 190 Grad ( Umluft auf 170 ). Hokkaido-Kürbisse waschen, halbieren und die Kerne herausnehmen und in ca. 1 cm breite Streifen schneiden. (Nicht schälen. Die Schale wird mitgegessen). Mit dem Olivenöl beträufeln. Petersilie, Knoblauch und frische Kräuter vermischen. Den Parmesan reiben. Die Kräutermischung in einer Schüssel mit Salz und Pfeffer vermengen. Nun den Kürbis in dieser Kräutermischung wenden. Die Kürbis- Stücke mit der Schale nach unten nebeneinander auf einen mit Backpapier belegtem Backblech setzen. Im Ofen bei 190°C ca. 30 Minuten oder so lange backen, bis sie weich sind. Guten Appetit! 🙂rezepte-mit-kurbis