Sellerie- Muffins

Leckere Sellerie-Muffins. Edyta Guhl.,, Am Sonntag ist niemand zu Hause“. Mit diesem Spruch animieren die lokalen Zeitungen in Schlesien zu Wanderungen durch das Riesengebirge. Eine Fahrt mit der Seilbahn fast bis zur Schneekoppe, ein Besuch beim tschechischen Nachbarn oder die Suche nach dem dem Rübezahl, Ihr wisst, das war der launiger Berggeist von dem man viele Legenden erzählt, solche Attraktionen locken die Wanderer an. Mein Mann ist begeistert. ,, Am Sonntag ist Familie Guhl nicht zu Haus.“- singt er mit voller Kraft und durchsucht unser Bücherregal nach Eifel- Wanderkarten. Es macht mich etwas stutzig, eigentlich bin ich die Aktive in unserer Familie, die spontan entscheidet, dass wir einen kurzen Tripp nach Laacher See bei Mayen oder schnell zu Ikea nach Köln, oder ganz kurz nach Trier, unternehmen sollen. Diese Gelegenheit muss ich nutzen, wir fahren. Ich bereite einen leckeren Reiseproviant vor: selbstgemachte Kartoffelbrötchen, vegetarischen Rote- Bete- Aufstrich und Sellerie- Muffins. Schließlich soll man ein gutes Benehmen belohnen 😉

Snacks aus dem Ofen. Muffins. Edyta Guhl.

Sellerie- Muffins:

 

Die Zutaten:

 
1 Bund Stauden- Sellerie
1 Ei
2 EL Sonnenblumen- Kerne
2 EL Mehl
100 g geriebener Parmesankäse
Gewürze: Salz, Pfeffer, Kräuter- Pfeffer, Paprika, Knoblauch- Salz und frische Kräuter: Thymian, Schnittlauch, Petersilie

Die Zubereitung:

 
1. Den Backofen auf 180°C Ober- und Unterhitze vorheizen. Die Mulden eines Muffinblechs mit Papierförmchen auskleiden.
Den Sellerie putzen, bei Bedarf etwas schälen, waschen und in kleine Würfel schneiden. In einem Topf gesalzenes Wasser aufkochen.
Die Selleriewürfel in das kochende Wasser geben und etwa 5 Minuten sprudelnd kochen lassen. Anschließend in einem Sieb abseihen, gut abtropfen lassen. Pürieren.
2. Das Selleriepüree mit Mehl, Sonnenblumenkernen, einem Ei gut verrühren. Damit die Muffins nicht zu fade schmecken, soll man beim Würzen nicht geizen. Das Sellerie- Püree ist etwas geschmacksneutral, deswegen soll man es mit Gewürzen und Kräuter verfeinern.
3. Den Parmesankäse dazu geben und alles verrühren. Die Masse in das Muffin- Blech füllen und bei 180 Grad 30 Minuten backen.

Ich verziere meine Muffins mit einem Tupfen Schmand und geriebenen Karotten. Guten Appetit 🙂

 

Eure Edyta
Rezepte für herzhafte Muffins. Edyta Guhl.Herzhafte Muffins. Sellerie-Muffins. Edyta Guhl.
Etwas Schmand und geraspelte Karotten oben drauf…
Party-Rezepte. Herzhafte Muffins. Edyta Guhl.

 
Bis zum nächsten Mal und bleibt schön gesund….

Edyta

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Doeppekooche aus der Eifel

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Doeppekooche aus der Eifel.Edyta Guhl.
Das Rezept für Doeppekooche aus der Eifel stammt aus meiner Wahlheimat. Zuerst für alle, die wie ich früher nicht wissen, wo Eifel liegt, eine kurze Erklärung. Eifel ist Teil des Rheinischen Schiefergebirges und liegt zwischen Aachen im Norden, Trier im Süden, Koblenz im Osten und auf den belgischen und luxemburgischen Gebieten im Westen.
Bekannt ist die Eifel durch Gerolsteiner Sprudel, Bitburger Bier, Eifeler Schinken, Vulkane, Maare, wunderschöne Wanderwege oder Nürburgring. Wer wissen will, was Eifelgold ist, soll uns ab Mitte Mai besuchen. Tausende zarte, gelbe Ginster- Blüten leuchten um die Wette. Der felsige, karge Boden lässt den Ginster hier schön wachsen, aber eben dieser Boden und die Witterung, waren schon immer Gründe für schlechte Ernten in der Eifel. Hunger und Armut haben diese Gegend über Jahre geprägt und Eifel wurde als Preußisch Sibirien bezeichnet. Es gab keine bedeutenden Rohstoffe oder Bodenschätze und die Bevölkerung lebte von der Landwirtschaft. Schlechtes Wetter, zu hohe Niederschläge und niedrige Temperatur haben oft zu Missernten geführt. Die Ernährung war sehr schlicht. Kartoffeln, Weißkohl( Kappes), gekochte Beeren und Früchte kamen oft auf den Tisch. Fleisch gab es selten. ,, Täglich Brei und nix dabei“ lachten die reichen Rheinländer über die Eifel-Küche.
 Zurück zu meinen Recherchen. Viel habe ich von den berühmten Eifeler Buchweizen- Knödeln gehört, leider habe ich sie nie gegessen. In einer alten Dorfschänke, tief in der Eifel, saßen die Einheimischen gemütlich bei einem Stubbi und erzählten Geschichten von früher. ,, Ja, die besten Kniedeln hat Johanns seine Frau gemacht, Johann, der hatte doch eine Mühle. So lecker Kniedeln hast du nicht mal in Köln bekommen. Mit Zwiebeln und Schonk hat sie die Kniedeln gebraten. Ganz juut.„
Ob ich ein Rezept haben könnte?
,, Ein Rezept? Es gab kein Rezept. Diese fleißige Frau hat Mehl mit Wasser gerührt und fertig waren die Kniedeln. Viel Zeit gab es damals nicht. Man musste hart arbeiten. Und die Kinder hatten immer Hunger.“
Und heute, kocht ihr die Knödeln auch heute?
Jupp* macht ein verlegenes Gesicht:
,, Nein, nicht mehr. Sie sind nicht mehr modern. Es war ein Arme-Leute-Essen. Wir haben die Kniedeln gern gegessen aber mein Junge…Mein Junge wollte keine Kniedeln. Er sagte: ,, Die Kinder von dem dicken Bauer essen Butterschmier mit Schonk und trinken schwarzen Kaffee von Luxemburg und bei uns nur Kniedeln und Muckefuck“. Recht hatte er.“
Jupp trinkt seinen Korn aus und steht auf : ,, So, ich muss noch nach dem Holz kucken. Man sieht sich“. Schon wieder muss ich an den Satz denken: rau und herzlich ist das Wetter in der Eifel, genauso wie seine Einwohner.
Der Gedanke an Knödeln macht mich hungrig. Es muss aber ein anderes Rezept geben, was ich Euch heute zubereiten kann. Der alte Nikla denkt nach: ,, Mein Mom machte immer Doeppekooche… Dat is was Feines, mach Doeppekooche. Mit Ääpelkompott. Ich weiß, wie dat geht.“
Und schon notiere ich auf einem Bierdeckel das einfache Rezept. Man braucht nicht viel. Kartoffeln, Zwiebeln, Eier und kein Fleisch. Lecker. Ich wünsche Euch : Guten Appetit. Oder wie man in der Eifel sagt: Guten Hunger!

Doeppekooche aus der Eifel:

Die Zutaten:

1 kg Kartoffeln
2 Eier
2 Zwiebeln
Salz, Pfeffer, Muskat
etwas Fett
2 EL Haferflocken
 
Kartoffeln waschen, schälen und mit einer Reibe fein raspeln. Was übrig bleibt, kann man grob raspeln. So bleiben die Finger heil. Kartoffelmasse noch etwas ausdrücken, Flüssigkeit wegschütten. Zwiebeln fein raspeln. Jetzt die Eier und Haferflocken dazu geben und alles miteinander verrühren. Die Kartoffelmasse mit Salz, Pfeffer und Muskat würzen. Einen Bräter einfetten und den Backofen auf 180 Grad vorheizen. Die Kartoffelmasse in den Bräter einfüllen und den Doeppekooche etwa 2 Stunden ohne Deckel backen. Mit Ääpelkompott, Entschuldigung, mit Apfelkompott servieren. Und dann guten Hunger 🙂
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Leckere Rezepte aus der Eifel.Edyta Guhl.

 

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Dann guten Hunger!
 
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Meine Wahlheimat- Eifel.

 

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Ein Spaziergang durch Schwirzheim.( E. Guhl)

 

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Typische Architektur in der Eifel.( E. Guhl)

 

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Schaftkreuz von ca. 1760.( E. Guhl)

 

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Schwirzheim- Blick auf die St. Margareta Kirche.( E.Guhl)

 

* Die dargestellten Personen sind frei erfunden. Etwaige Ähnlichkeiten mit real existierenden Menschen wären rein zufällig. Alle beschriebenen Handlungen sind zwar an die Realität angelehnt, beziehen sich aber nicht auf konkrete Begebenheiten 😉

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Kürbispommes

Kürbis- pommes. Edyta Guhl.

Heute möchte ich Euch mein absoluter Kürbislieblingsrezept vorstellen. Ich bin schon mit der leckeren Kürbissuppe, verfeinert mit Ingwer und Knoblauch, zufrieden. Auch der würzige lebkuchenartige Kürbiskuchen schmeckt sehr gut. Das heutige Rezept ist aber ein Sieger. Mein Mann fragt ständig nach den leckeren Kürbispommes, die er sehr gerne mit Blumenkohlschnitzel  verspeist. Naja, er ist halt ein geborener Vegetarier 🙂

Kürbispommes:
2 Hokkaido Kürbisse
2 Knoblauchzehe, gehackt ( nach Geschmack)
1 Bund Petersilie, gehackt
frische Kräuter, gehackt ( nach Geschmack)
Salz, Pfeffer
4 EL Parmesan  ( oder Gouda)
2 EL Olivenöl

Den Backofen vorheizen auf 190 Grad ( Umluft auf 170 ). Hokkaido-Kürbisse waschen, halbieren und die Kerne herausnehmen und in ca. 1 cm breite Streifen schneiden. (Nicht schälen. Die Schale wird mitgegessen). Mit dem Olivenöl beträufeln. Petersilie, Knoblauch und frische Kräuter vermischen. Den Parmesan reiben.  Die Kräutermischung in einer Schüssel mit Salz und Pfeffer vermengen. Nun den Kürbis in dieser Kräutermischung wenden. Die Kürbisstücke mit der Schale nach unten nebeneinander auf einen mit Backpapier belegtem Backblech setzen. Im Ofen bei 190°C ca. 30 Minuten oder so lange backen, bis sie weich sind. Guten Appetit! 🙂

Ofen- Gemüse, Kürbis- Pommes. Edyta Guhl.
Kürbis aus dem Ofen. Edyta Guhl.

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