Koreanischer Zucchini- Karotten- Salat

koreanischer-zucchini-karotten-salatHast Du auch solche Gelüste wie ich? Räusper…Kulinarische…Ich meine…kulinarische Gelüste.

Der normale Bürger trinkt um vier Uhr nachmittags seinen Kaffee und ißt Käsebrote. Ich willl aber MEHR.

Kennst du vielleicht diesen fiesen Heißhunger, der sich nicht austricksen läßt? Zuerst hatte ich Lust auf marinierte Pilze. Dann auf Gurken in Tomatensoße. Schließlich war der koreanische Zucchini- Karotten- Salat dran. Aromatisch, würzig, scharf …wow! Und dazu noch die Süße. Oder leichte Säure? Und so knackig. Aber fein. Genau meins.

Um nicht aufzufallen, habe ich ihn sparsam dosiert. Hier ein Löffelchen, da ein Klecks auf die Kartoffeln. Wie ein Trinker, der seine Sucht verbirgt. Aber am liebsten würde ich das ganze Glas auslöffeln. Pur und allein.

Vielleicht habe ich einen Mangel? Protein-, Eisen-, Liebesmangel? Kennst du sonst einen Mangel? Schwanger? Das wäre ich aber jeden Winter. Seit der Schulzeit.

Diesen koreanischen Salat habe ich letzten Sommer eingelegt. Wir hatten dieses Jahr Unmengen an Zucchinis. Und so kam ich auf dieses Rezept. Sofort etwas probiert:  Ein schlichter Salat. Frisch, mit viel Gemüse. Lecker wie jeder andere Sommersalat. Aber nichts Besonderes. 

Da hat sich die Intensität des Aromas noch nicht entwickelt. Und meine Gelüste waren auch noch im Keim. Nicht wie jetzt im Winter. Und das ist der Grund, warum ich dieses Rezept für eingelegtes Gemüse gerade jetzt mit Dir teile. Im Februar. Ich kann nicht bis zum Sommer abwarten. Sei mein Komplize…rezept-fur-koreanischen-zucchini-karotten-salat

Koreanischer Zucchini- Karotten- Salat:

Zutaten:

2, 5 kg Zucchini( ohne Schale und Kerne)

500 g Karotten

300 g Zwiebeln

200 g rote Paprika- Schotte

100 g frische Petersilie, Dill

zusätzlich: 2 EL Sesamkörner geröstet

Für die Marinade:

Zutaten:

200 ml Öl

10 EL Essig 9%

0, 5 TL Pfeffer

2 EL Salz

4 EL Zucker

2 El von der Würzmischung nach koreanischer Art( siehe unten:)

4- 8 Knoblauchzehe

Zubereitung:

1. Zucchinis schälen und die Kerne entfernen. Und am besten auf einer Reibe für koreanische Salate raspeln. Oder in kleine Stücke schneiden. Karotten am besten mit dem V-Hobel in feine Stifte raspeln. Oder in dünne Streifen schneiden.

2. Zwiebeln schälen und in feine Steifen schneiden. Rote Paprika in Stifte schneiden. Das Grünzeug( Petersilie, Dill, Koriander) fein hacken. Und das ganze Gemüse in eine große Schüssel geben und gut verrühren.

3. Die Marinade zubereiten. Das Öl in eine Schüssel geben. Dann 10 EL Essig dazu geben. Sollst du einen stärkeren Essig haben, einfach mit Wasser verdünnen. Dann 0, 5 TL Pfeffer, 2 EL Salz, 4 EL Zucker und 2 EL von der Würzmischung nach koreanischer Art dazu geben und nur kurz verrühren. Den Knoblauch schälen, hacken und zu der Marinade geben.

4. Die Marinade über das Gemüse giessen und alles gut verrühren. Dann drei Stunden ziehen lassen.

5. Danach den Salat auf sterilisierte Einmachgläser sauber verteilen aber nicht bis zum Deckel. Etwas 2 cm vom Glasrand aufhören. Deckel drauf legen, aber noch nicht ganz verschließen.

6. Einen großen Topf vorbereiten. Ein gefaltetes Geschirrtuch auf den Topfboden legen. Und die Gläser draufstellen. Den Topf mit kaltem Wasser auffüllen, so dass die Gläser zu Dreiviertel mit Wasser bedeckt sind. Ich fülle soviel Wasser auf, dass der ganze Salat im Glas bedeckt ist. Aber nicht bis zum Deckel, etwa 2 cm vom Glasrand aufhören.

7. Den Topf langsam erhitzen. Nachdem das Wasser im Topf sprudelnd kocht, die Gläser mit 0, 5 L weitere 20- 25 Minuten und kleinere Gläser 30- 35 Minuten einkochen. Jetzt die Gläser fest verschließen, vorsicht heiss! Und auf den Kopf stellen. Warm einwickeln und am besten über die Nacht stehen lassen. Vor dem Servieren mit den gerösteten Sesamkörner bestreuen.gemuse-einlegen-rezept

Rezept für die Würzmischung nach koreanischer Art:

Die Würzmischung nach koreanischer Art kann scharf, mittelscharf oder mild sein. Man kann selber die nötige Würze zubereiten. Ich nehme am liebsten süße gemahlene Paprika. Die Zubereitung ist sehr einfach. Es gibt sie auch zu kaufen.

Zutaten:

1,5 TL Koriandersamen

0,5 TL gemahlenen Pfeffer

1 Teelöffel getrockneter Knoblauch

1 Teelöffel Salz

0,5 TL Kristallzucker

rote gemahlene Paprika

Alle Zutaten in eine Gewürzmühle geben und gründlich zerkleinern. Am besten 3 Minuten auf der höchsten Geschwindigkeit des Geräts. Vorsichtig aufmachen, damit man den scharfen Pulver nicht einatmet. Trocken und verschlossen aufbewahren.

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P.S. Auch in diesem Salat gilt die Regel: Keine rote Paprika- Schotte im Haus? Nimm die gelbe. Kein Dill? Verzichte drauf. Du magst gerne pikant? Tue etwas Chili- Pulver rein. Und frag bitte nicht, warum der koreanische Salat mir es so angetan hat. Er sieht unscheinbar aus. Aber hütte Dich! Der Schein trügt.

Sei mein Komplize 😉

Deine Edyta

Gurken- Relish mit Kurkuma

gurken-relish-mit-kurkumaHeute muss es aber schnell gehen. Das Wetter ist im Eimer. Und ich bin wieder in der Reisestimmung. Wobei das bin ich eigentlich immer. Und zwischen dem Taschenpacken und nach Klamotten suchen, kommt ein kurzes Rezept gerade richtig. Gurken- Relish mit Kurkuma wird nachgekocht. Diese süß-saure Soße mit kleinen Gurken-Stückchen, Ingwer und frischem Dill ist total lecker- riefen die Nachbars-Kinder. Und ich mag sie auch gerne. Die Soße meine ich, obwohl die Kinder sind auch ganz gelungen.

Zutaten für das Rezept sind für ein großes Einmachglas gedacht. Und bei mir sind es 3 kleine Gläser geworden. Ich liebe dieses Kurkuma- Gurken- Relish- Rezept für diese kleinen Mengen. Meistens werden Obst und Gemüse in den Eimach-Rezepten kiloweise verbraucht. Man kann sofort in der Küche übernachten, bis alles wieder glänzt. Und bei diesem Gurken-Relish mit Kurkuma geht es ratzfatz.

Ich nehme kleine Gürkchen aus dem eigenen Garten. Zum Glück haben wir dieses Jahr genug davon. Es ist nicht übertrieben viel, aber es reicht. Bei alten, großen Gurken schneidet man das Kerngehäuse am besten raus. Die niedlichen Gürkchen aus dem Garten sind mir zu schade. Und wir essen alles mit. Aus das Innere.

Nur mit Kurkuma würde ich aufpassen. Lieber spärlich dosieren, als später wegwerfen. Dieser Zutat in großen Mengen macht das Essen ungenießbar. Glaub mir, ich weiß Bescheid. Und sonst ist das Gurken-Relish sehr, sehr lecker.

Wie verwendet man Relish? Die Finnen essen Gurken-Relish zum geräucherten Lachs. Die Amis statt Ketchup.

Ich mag es zu allen Gemüse-Gerichten, oder einfach aufs Brot. Und überall, wo man sonst eine Soße verwendet. Mit Gemüse-Stückchen als Dip, zu Käse oder Kartoffeln. Oder dekorativ auf einer Party- Plate. Ich bin gespannt, was Dir dazu einfällt.

So und jetzt wird` s weiter gepackt. Die Ferne ruft. Weißt eventuell jemand, wo meine alte Jeanshose bleibt? Oweia sie passt nicht mehr! Da wird das Gurken-Relish ohne Kartoffeln gegessen. Wochenlang!

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Gurken- Relish mit Kurkuma:

Zutaten:

250 g frische Gurke

1 Zwiebel

20 g Ingwer

0, 5 TL Kurkuma gemahlen

2 TL Senfkörner

2 TL Salz

100 ml Apfelessig

50 g Zucker

2 EL Mehl

2 EL Wasser

1- 2 Dill-Zweige

Zubereitung:

1. Gurke schälen und ganz klein schneiden.

Zwiebel und Ingwer schälen und klein hacken.

Zusammen in eine Schüssel geben. Gemahlene Kurkuma, Senfkörner und Salz dazu geben. Zugedeckt stehen lassen. Am besten über die Nacht.

2. Danach die Gurken abgießen. Die Flüssigkeit auffangen und zusammen mit Zucker und Essig aufkochen. Dann die Gurken, Zwiebel und Ingwer dazu geben und unter Rühren 25- 30 Minuten köcheln lassen.

Danach 2 EL Mehl mit den 2 EL Wasser glatt rühren und unter die Masse geben. Noch 10 Minuten köcheln lassen.

3. Vom Herd nehmen. Frische Dill-Zweige klein hacken und sofort unter die Masse geben. Noch heiß in die Gläser geben und gut verschließen.

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Und wenn Du auch nicht lange zu Hause bleiben kannst, fahr einfach nach Finnland. Mein Geheimtipp wird langsam kein Geheimtipp mehr. Ich liebe Strand in Yyteri bei Pori. Ich mag das Hotel mit dem Spa-Bereich und dem Schwimmbad, wo man noch vor dem Frühstück eine Runde drehen kann. Und man sitzt so gemütlich in dem schönen Speisesaal mit dem Blick aufs Meer. Übrigens alle Fenster in den Zimmern sind auf der Meerseite. Sehr clever geplant, wie immer die Finnen.

Es gibt jede Menge Pirakkas, von denen ich endlich genug bekommen habe( Kleine Roggen-Teilchen mit gekochtem Reis und Butter- Ei-Paste obendrauf) und viele andere Leckereien aus der finnischen Küche. Und diese unglaubliche Natur. Wunderschöne Waldböden mit Moosarten und vielen Pflanzen, die man gar nicht kennt. Und die weißen Nächte. Nur hier laufe ich nachts durch den Wald und fotografiere. Das Licht stimmt und ich habe keine Angst den Weg zu verlieren. Es ist doch hell, irgendwann komme ich wieder zurück. Die Jogger kommen diskret an mir vorbei. Nur ein leicht angetrunkener Rentner wird richtig geschwätzig. Und erzählt von einem Rolling Stones Konzert in den 60ern, auf dem er war. Wir tauschen die Telefonnummer aus und er lädt mich zu seinem Sommerhaus ein. Und wer sagt noch, die Finnen sind schweigsam und zurückhaltend…

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hotel-in-yyteri

flora-in-yyteri-Finnland

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Tierspuren im Sand. Wo bleibt der Elch?

 Himmel ist der Text schon lang. Ich drücke Dich herzlich, bleib gesund und koch was Leckeres.

Edyta