Köstlicher Gerbeaud- Kuchen aus Ungarn

kostlicher-gerbeaud-kuchen-aus-ungarnKöstlicher Gerbeaud- Kuchen ist eine traditionelle Konditorspezialität aus Ungarn. Leckere Schnitten werden mit Aprikosen- Konfitüre und Walnüssen belegt. Und mit Schokoladenglasur überzogen. Es ist ein sehr einfaches Rezept. Aber der Kuchen sieht so herrlich aus. Kein Wunder, dass viele Touristen, die nach Budapest reisen, unbedingt das Cafe Gerbeaud besuchen. Da gibt es diesen Kuchen direkt vom Konditor.

Und woher dieser Name Gerbeaud( lies: Scherbo)? Dieser verführerrische Kuchen verdankt ihren Namen dem Emil Gerbeaud, einem Geschäftspartner und später dem Besitzer vom Cafe. Mehr zu dieser Geschichte steht hier in Wikipedia.

Ich schneide mir ein Stück Gerbeaud – Kuchen, schließe die Augen zu und fühle mich wie im Kaffeehaus im Herzen von Budapest. Eine Reise in die Vergangenheit fängt an…gerbeaud-kuchen-rezept

Köstlicher Gerbeaud- Kuchen aus Ungarn:

Zutaten:

für den Teig:

125 g Butter

20 g frische Hefe

1 EL Schmand

2 EL Zucker

500 g Mehl

2 Eier

eine Prise Salz

für die Füllung:

250 g gemahlene Walnüsse( bei mir gehackt)

200 g Puder- Zucker

ein Glas Aprikosen- Konfitüre

200 g Kuvertüre

Zubereitung:

1. Die Butter schmelzen lassen und leicht erkalten. Die Hefe mit dem Schmand und Zucker verrühren. Die Schüssel mit einem Geschirrtuch abdecken und 10- 15 Minuten lang gehen lassen. Dann die restlichen Zutaten dazu geben und alles so lange verkneten, bis ein elastischer Teig entsteht. In vier Stücke teilen. Mit einem Küchentuch abdecken und an einem warmen Platz gehen lassen.

2. Ein Backblech 35X 25 cm mit Backpapier auslegen. Walnüsse mit dem Puderzucker mischen und in drei Portionen teilen.

3. Den Hefeteig kurz durchkneten, dann blechgroß ausrollen. Das erste Stück aufs Blech legen. Mit Aprikosen- Konfitüre bestreichen. Ein Drittel von der Walnuss- Puderzucker- Mischung drauf verteilen. Das zweite Hefeteig- Stück blechgroß ausrollen. Drauf legen und wieder mit Konfitüre und Nüssen belegen. Genauso mit dem dritten Stück verfahren. Das letzte, vierte Stück frei lassen und mit einer Gabel gut einstechen. Abdecken und eine halbe Stunde gehen lassen.

4. Den Gerbeaud- Kuchen in den vorgeheizten Backofen stellen und bei 175 Grad Ober-/ Unterhitze 40 Minuten goldgelb backen. Abkühlen lassen.

5. Die Kuvertüre im Wasserbad schmelzen lassen und über den abgekühlten Kuchen gleichmäßig geben.gerbeaud-schnitten-rezept

Und wohin geht Deine nächste Reise? Keine Pläne? Dann wenigstens virtuell 🙂

Liebe Grüße

Edyta

Der Schimmelkuchen

der-schimmelkuchenZwei Kuchen haben meine ganze Kindheit begleitet: Schimmelkuchen und Wunderling- Honigkuchen, den zweiten stelle ich Euch in meinem nächsten Post vor. Natürlich gab es in dieser Zeit auch andere Kuchen. Sehr populär war Zebra- Kuchen, auch die Kokos- Würfel mit Schokoladenguss oder der Negerkuchen kamen öfters auf den Tisch. Sagt man heutzutage noch Negerkuchen? Ist es politisch korrekt? Hmmm, also es gab einen dunklen Schokoladenkuchen, der so einfach zu backen ist, dass wir ihn schnell freitags nach der Schule gebacken haben. Mein Lieblingskuchen in der Zeit war aber der Schimmelkuchen. Der Schimmelkuchen hört sich etwas unappetitlich an, aber keine bange, er schmeckt sehr gut. Diesen lustigen Namen verdankt der Schimmelkuchen einer Eiweißschicht, die sich unter der Streusel versteckt. Am besten schmeckt der Schimmelkuchen mit einer säuerlichen Konfitüre z. B. aus schwarzen Johannisbeeren, man kann aber frisches Obst nehmen, wie kleingeschnittenen Erdbeeren, oder geraspelte Äpfel. So kann man den Geschmack etwas variieren. 
Sicher kennt Ihr die Anekdote von Proust und seinen Madeleines. Der Erzähler in seinem Roman tunkt ein Küchlein in einem Tee und der köstliche Geschmack weckt bei ihm eine Flut von Erinnerungen. Mir gehts genauso bei diesem Schimmelkuchen. Der erste Biss und schon bin ich in die Vergangenheit versetzt, die Erinnerungen kommen hoch….
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Der Schimmelkuchen aus alten Zeiten:

 

Die Zutaten:

200 g Butter
5 Eier
510 g Weizenmehl
1 TL Backpulver
2 EL Zucker + 150 g Zucker
2 EL Kakao
Ein Glas Johannisbeerkonfitüre
 

Die Zubereitung:

1. Die Eier trennen. Das Eiweiss in eine Schüssel geben und zur Seiten stellen, für den Teig brauchen wir nur das Eigelb. Das Mehl mit dem Backpulver vermischen und zwei EL Zucker unterrühren. Eine kleine Vertiefung in die Mitte drücken und das Eigelb in diese Delle geben. Butter in kleinen Stücken auf dem Mehl verteilen, mit einem Messer das Ganze durchhacken.
Mit den Händen im Anschluss zu einem Teig verkneten.
Den Teig in drei Teile aufteilen, zwei Teile hell lassen und das dritte Teil mit dem Kakao verrühren. Drei Kugeln formen und in Folie einwickeln.
Mindestens 1 Stunde im Kühlschrank ruhen lassen.
2. Den Backofen auf 180°C (Ober-/Unterhitze) vorheizen. Eine 26 cm Springform mit Backpapier auslegen.
3. Einen hellen Teil vom Teig ausrollen und den Boden der Springform damit auslegen. Den Boden mit der Johannisbeerkonfitüre bestreichen. Den dunklen Teig aus dem Kühlschrank rausholen und auf die Konfitüre schnell raspeln. Eiweiß steif schlagen, zum Schluss 150 Zucker hinzufügen. Auf dem Kakao- Teig verteilen.
Jetzt den zweiten hellen Teig aus dem Kühlschrank rausholen und über das Eiweiß raspeln.
Im vorgeheiztem Backrohr bei 180 Grad ca. 40- 50 Minuten backen. Ausgekühlt mit etwas Puderzucker bestäuben( nicht unbedingt). Guten Appetit 🙂

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Und noch ein Foto aus dem Studio 🙂
Eure Edyta