Teigtaschen mit Kartoffel- Spinat- Füllung

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Richtig leckere Teigtaschen mit Kartoffel- Spinat- Füllung. Passend zum Frühstück, als Pausenbrot oder zum Nachmittagskaffee. Eine gelungene Kombination: herzhafte Füllung aus gekochten Kartoffeln, Spinat und Frischkäse. Bei mir heute Ricotta- Käse. Man kann aber auch Feta oder Quark nehmen. Und der leicht süßliche Hefeteig. Ich habe etwas mehr Zucker rein getan. Und das schmeckt soo gut! ich habe noch nie so schnell die Fotos gemacht. Normalerweise suche ich lange nach dem besten Motiv. Und höre ständig die ausgehungerten Stimmen: kann man schon etwas davon essen?

Und sobald ich einen Teller frei gebe, wird er sofort von der Heuschrecken– Familie leer gemacht.

Heute ging es mir nicht besser. Ein Foto, eine Teigtasche. Zwei mal kauen, neue Aufnahme. Dieser Duft hat mich so sehr dekonzentriert! Sind sie wirklich so lecker, wie sie riechen?

kartoffel-spinat-teigtaschenTeigtaschen mit Kartoffel- Spinat- Füllung:

Zutaten:

für den Teig:

250 ml lauwarmes Milch( ein Glas)

25 g Hefe

2- 3 El Zucker

2 Eier

110 ml Öl

600- 640 g Mehl

für die Füllung:

2- 3 gekochte Kartoffeln

200 g Spinat tiefgekühlt aufgetaut

1 kleine Zwiebel

2 EL Öl

2 Knoblauch- Zehe

100 g Frischkäse, Ricotta oder Feta

Salz, Pfeffer, Paprika

zusätzlich:

1 Eidotter

1- 2 EL Milch

Sesamkörner

etwas Mehl zum Ausrollen

Zubereitung:

1. Zuerst den Spinat nach Geschmack würzen und kurz in einem Topf andünsten.

2. Die Milch lauwarm erhitzen. Die Hefe hinein bröckeln. Etwas Zucker( 2-3 EL) und Mehl darüber streuen. Zudecken und 15 Minuten stehen lassen.

3. Die Eier, das Öl und das Mehl dazu geben, alles zum glatten Teig verkneten. Mit einem Tuch bedecken und an einem warmen Platz ruhen lassen.

4. In der Zeit die Füllung zubereiten. Die gekochten Kartoffeln durch eine Kartoffelpresse geben, zerreiben oder mit einer Gabel zerdrücken. Die Zwiebel und Knoblauch schälen, hacken und in einer Pfanne mit etwas Öl andünsten. Mit den Kartoffeln, Frischkäse und Spinat vermengen. Abschmecken.

5. Den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche ausrollen und kleine Kreise ausstechen. Jedes Kreis 4- 5 einschneiden, aber nicht bis zum Rand( wie auf dem Foto). Aus der Füllung kleine Rollen formen und auf den Teig legen. Von jeder Seite nur bis zur Mitte aufrollen.

6. Die Teigtaschen auf ein mit Backpapier belegtes Blech geben. Das Eigelb mit etwas Milch verquirlen und den Teig damit bepinseln und dick mit Sesam bestreuen. Eine halbe Stunde gehen lassen, dann im Backofen 25- 30 Minuten knusprig braun backen. Auf einem Kuchengitter abkühlen lassen.

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Und so unter uns. Am besten schmecken die Teigtaschen warm, frisch aus dem Ofen!

Edyta

Türkisches Brot

turkisches-brot-rezeptTürkisches Brot gab es in meiner Kindheit in jeder guten Bäckerei zu kaufen. Dunkles, süßes Gebäck, aromatisch und schwer von Rosinen. Diesen Duft werden ich wohl nie vergessen. Diese Zeiten sind entgültig vorbei. In den frühen 60-en Jahren ist meine Mutter extra  mit dem Zug nach Hirschberg gefahren, um türkisches Brot zu kaufen. Auf dem Rathausplatz in einem Arkadenhaus gab es eine kleine Bäckerei. Und der Besitzer, ein echter Türke hat diese herrlich aromatische Verführung verkauft. Was ein Türke in den sozialistischen Zeiten in Polen gemacht hat, kann ich Dir nicht sagen. Bestimmt ist er wegen einer Frau ausgewandert. Seine schmalen, dunklen Finger, die den Teig so flink geknetet haben, glänzende, fröhliche Augen wie die Rosinen im Brot und das laute Lachen haben viele Hausfrauen verzaubert. Und sie verließen die aromatische Backstube mit prall gefüllten Einkaufsnetzen.

Die dunkle Farbe verdankt das Gebäck der Zugabe von Melasse und Getreide- Kaffee. Ich nehme meistens den Instant- Malzkaffee. Der Getreidekaffee mit kleinen Körner- Stückchen ist aber auch geeignet. Die Melasse bekommt man in einem Reformhaus. Oder ich nehme einfach den Zuckerrübensirup von Grafschafter, ohne viel Werbung zu machen. Das heutige Rezept stammt nicht von dem türkischen Bäcker in Niederschlesien. Den habe ich nicht gekannt. Ich habe das türkische Brot viel später in einem ganz anderen Laden auf der Bankstraße gekauft. Und der Verkäufer hat mich kaum interessiert. Hauptsache man hatte was Süßes in der Hand.

Das beste Rezept für das türkische Brot habe ich auf dem wohl bekanntesten polnischen Back- Blog Moje wypieki gefunden. Aus diesen Zutaten kann man 12 Brötchen oder zwei Kastenbrote zubereiten. Ich liebe es die Rezepte jedes Mal zu variieren. Also heute habe ich ein klein geschnittenes Apfel rein getan. Das Eiweiß, was vom Eigelb übrig bleibt, einfach in den Teig geknetet. Ich hatte keine Melasse im Haus, dafür ein Drittel Glas Honig gegeben. Ich empfehle Dir aber, dieses Gebäck mit Melasse zu backen. Es gibt einen tollen, würzigen Geschmack.

Das türkische Brot war nicht nur in Niederschlesien bekannt, aber auch in den anderen Regionen Polens bekannt. Interessant, ob man dieses Gebäck auch in der Türkei kennt. Ich habe kein anderes Rezept gefunden, auch kein Foto. Vielleicht kennst du das Gebäck unter einen anderen Namen? Melde Dich bitte, wenn Du etwas weißt 🙂

backen-mit-melasseTürkisches Brot:

Zutaten:

für 12 Stück oder 2 Brote

2 EL Butter( 40- 50 g)

330 ml Milch

75 g Melasse( 1/ 3 Kaffeebecher)

500 g Weizenmehl

7 g Trockenhefe( 1,5 TL) oder 14 g frische Hefe

1 TL Salz

1 TL brauner Zucker

4 TL Getreidekaffee( Caro)

100 g Rosinen

zusätzlich:

1 Eidotter

1 EL Milch

Zubereitung:

Die Butter in einem Topf schmelzen lassen. Und kurz zur Seite stellen, zum Abkühlen. Die Milch erwärmen und die Melasse dazugeben. Gut verrühren und die Melasse in heißer Milch auflösen. Abkühlen lassen.

2. Weizenmehl und Trockenhefe in eine große Schüssel geben. (Frische Hefe braucht einen Vorteig: Hefe in lauwarme Milch oder Wasser bröckeln. Etwas Zucker dazu, Mehl. Und das Ganze eine Viertel Stunde stehen lassen. )

3. Langsam die Milch- Butter- Mischung hinzufügen. Salz, braunen Zucker, Getreidekaffee dazu geben und verkneten. Zum Schluß mit zerlassener warmer( nicht zu heiß) Butter verkneten. Dann mit der Küchenmaschine oder dem Handrührgerät so lange kneten, bis ein elastischer Teig entsteht.

4. Rosinen dazu hinzufügen und kurz unterkneten. Den Teig mit einem Küchentuch abdecken und an einem warmen Platz gehen lassen, bis sich das Volumen verdoppelt hat.

5. Den Teig nochmals durchkneten und in 12 gleich große Stücke ( je 80 g) teilen. Und kleine Brötchen daraus formen. Brötchen auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen. 30 Minuten ruhen lassen. Kurz vor dem Backen das Eigelb mit der Milch verquirlen und die Brötchen damit bestreichen. Mit einem Messer ein Muster einritzen: ein Gitter oder Rhomben. Man kann auch den Teig in zwei Portionen teilen und als Brote in zwei Kastenformen 10 x 20 cm backen( bei 190 °C 30- 40 Minuten).

6. Brötchen im vorgeheizten Backofen 190 °C 20 Minuten goldbraun backen. Und genießen!

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hefe-brotchen-rezept

backen-mit-melasse

brotchen-mit-rosinen-rezeptDas türkische Brot kann man zum Frühstück, aber auch zum Nachmittagskaffee servieren. Ich kenne es nur mit Rosinen, aber man kann auch Nüsse oder anderes Trockenobst nehmen.

Aber ich verspreche Dir, dieses Rezept wirst du lieben 🙂

Edyta

Das bunte Affenbrot

das-bunte-affenbrotMonkey bread– das Affenbrot kennt man gewöhnlich als ein Hefe- Zupf- Brot aus einer Gugelhupfform. Besonders beliebt in den Staaten als süße Zimt- Brötchen. Heute möchte ich Dich auf eine herzhafte Version einladen. Das bunte Affenbrot  passt einfach immer und überall. Aromatisch, fluffig, lecker. Und das beste: jede Kugel schmeckt anders. Es ist einfach eine Wundertüte!

Für das bunte Affenbrot geht alles. Klein gehackte frische Kräuter, Körner, Haferflocken, Mohn, Sesamkörner, Kürbiskerne, Schwarzkümmel, Nüsse, Schnittlauch oder Petersilie.

Auch wenn unsere Vorräte immer kleiner werden. Für diese Zupf- Brötchen findet man immer etwas. Im Notfall den groben Salz nehmen. Oder eine Würz- Mischung. Auch meine Schränke sind nicht mehr so voll. Seit dem 13. März sitze ich zu Hause. Und war nur einmal bei Bäcker. Nur wegen einem Stromausfall und der klirrenden Kälte zu Hause. Sonst würde ich das Haus nicht verlassen.

Bei Bäcker, was eigentlich ein Tante- Emma-Laden ist, konnte ich drei Brote, vier weiche Zwiebeln und etwas Knoblauch ergattern. Obwohl ergattern ein falsches Wort ist. In dem Laden gab es alles. Plexiglasschutzwände an der Kasse, keine Hamstereinkäufe, kein Gedränge. Und das Brot ordentlich eingepackt und so lecker. Jetzt lernt man die Kunst des Brotbacken zu schätzen.

Und wie macht man das Affenbrot?

Aus dem Hefeteig werden kleine Kugeln formt. Im Öl getunkt und in Körnern oder Kräutern gewälzt. Die Größe kann man selber bestimmen. Meine sind etwas größer als Walnüsse aber kleiner als Mandarinen. Und das herzhafte Affenbrot sieht besonders schön aus, wenn die Brötchen verschiedene Farben haben. Grün, rot, gelb. Ein besonderer Tipp: den geriebenen Käse drüber bestreuen. Aber auch ohne schmecken die Brötchen sehr lecker. Auch die Arbeit des Bäckers. 

Meine Brötchen sollten super bunt sein. Die beigefarbenen Sesame-Körner waren mir zu langweilig. So habe ich Paprika aus der Gefriertruhe genommen. Klein geschnitten gibt er dem Gebäck einen besonderen Geschmack. Unerwartet lecker und so farbenfroh.

Ich bin gespannt, welche Farben Du besonders magst. Und für welche Zutaten Du dich entscheidest.

Kreuzkümmel, Knoblauch, vielleicht sogar Röstzwiebeln? Lass es Dir gut gehen 🙂

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Das bunte Affenbrot:

Zutaten:

100 ml Milch

1 TL Zucker

1 Päckchen Trockenhefe oder 20 g frische

100 ml Wasser

2 EL Sonnenblumenöl + etwas Öl zum Wälzen

1 Ei

500 g Weizenmehl

1 Prise Salz

zusätzlich: etwas Mehl

Fett für die Backform

je 1 TL Körner oder geschnittene Kräuter: Haferflocken, Kürbis-Kerne, Schwarzkümmel, Mohn, Sesamkörner, Nüsse, Petersilie, Schnittlauch. Oder rote, gelbe und grüne Paprika- Schotte klein geschnitten.

Zubereitung:

1. Lauwarme Milch und ein TL Zucker in eine Schüssel geben. Trockenhefe oder frische Hefe in die Schüssel bröckeln und mit der Milch verrühren. Mit einem EL Mehl bestreuen und abgedeckt 15 Minuten an einem warmen Ort ruhen lassen.

2. Lauwarmes Wasser und 2 EL Öl dazu geben. Ein Ei, das Mehl und eine Prise Salz dazu geben. Gut verkneten und an einem warmen Ort gehen lassen, bis sich der Teig verdoppelt

3. Eine Gugelhupf-Backform einfetten. Zutaten zum Wälzen vorbereiten. Kräuter hacken. Eine Schüssel mit Öl befüllen.

4. Den Teig nochmal durchkneten und in 2o Stücke teilen. Kleine Kugel formen und jede Kugel zuerst im Öl tunken. Dann in Kernen oder Kräutern wälzen. Abwechselnd in die Gugelhupf- Backform geben. Mit einer Speisefolie abdecken und weitere 20- 30 Minuten aufgehen lassen.

Im vorgeheizten Backofen bei 180 Grad 30- 40 Minuten goldbraun backen. Aus dem Backofen nehmen. Kurz abkühlen lassen und auf einen Teller stürzen. Servieren 🙂

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Das Affenbrot mit diesen tollen bunten Brötchen ist eine super Idee, um die Gedanken zu beschäftigen. Mach einfach etwas Anderes als die langweiligen Semmeln. Viele Farben, andere Form, neue Geschmacksrichtungen- traue Dich einfach!

Alles wird gut…versprochen :*

Edyta

Zupfbrötchen mit Bärlauch

zupfbrotchen-mit-barlauchWas kann man Schönes an einem verregneten Mainachmittag machen? Fröhlich die Wohnung aufräumen. Zwei Wachmaschinen vollstopfen und kurz danach singend den Wäscheberg aufhängen. Socken sortieren. Man kann aber auch etwas Backen. Und rate Mal, was ich am liebsten mache? Zupfbrötchen mit Bärlauch backen!

Pull apart bread kennt jeder. Es gab schon auf dem Blog ein Zupfbrot mit Zimt und Zucker. Heute geht es herzhaft zur Sache. Es gibt pull apart rolls! Leckere Zupfbrötchen. Ich hatte noch etwas Bärlauch im Garten und ein schnelles Pesto passt sehr gut dazu. Wer mag, kann etwas Käse oder Kräuter nehmen. Eine süße Version mit Zimt klingt auch sehr verlockend.

Diese leckeren Hefe-Brötchen werden entweder in einer Muffin-Backform oder in einzelnen Förmchen gebacken. Ich habe sofort zwei Sorten gemacht. Große Brötchen, wo man viel zum Zupfen hat. Und kleine feine Teilchen. Es geht einfach. Man rollt den Hefeteig aus, bestreicht ihn mit Pesto und schneidet in rechteckige Stücke. Dann legt man fünf Stücke auf einander, nur das letzte Stück mit der Pesto-Seite nach unten. Fertig ist ein grosses Brötchen.

Für die kleinen Muffins legt man drei Teigstücke aufeinander. Die Brötchen landen in einer Backform mit den Falten nach oben, so lassen sie sich später gut zupfen. Und sehen sehr ansprechend aus. Noch goldbraun backen bis das ganze Haus duftet. Und dann kommt das Beste.

Wie hat immer meine Eifel- Oma gesagt : ,, Zum Schluss die gute Butter nehmen”. Und die Hefe- Muffins ordentlich damit bepinseln! Verführerisch, lecker, unwiderstehlich….

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Zupfbrötchen mit Bärlauch:

Zutaten:

500 g Mehl

20 g frische Hefe

0,5 TL Honig

210 ml lauwarmes Wasser

2 EL Olivenöl + 2 EL Olivenöl

eine Prise Salz

2 Knoblauch-Zehe

2 EL Bärlauch, gehackt

zusätzlich:

3 EL Butter zum Bepinseln

etwas Mehl

Fett für die Backform

Zubereitung:

1. Eine Muffin-Backform gut einfetten.

Die Hefe mit dem Honig im lauwarmen Wasser auflösen. Zwei EL Olivenöl dazu geben und etwa 10 Minuten ruhen lassen. Das Mehl und den Salz dazu geben und gut durchkneten.

Den Teig abdecken und an einem warmen Platz gehen lassen.

2. Bärlauch, Knoblauch, Salz und Olivenöl in einem Blitzhacker fein zerkleinern.

3.Den Hefeteig auf einer bemehlten Arbeitsfläche rechteckig und ziemlich dünn ausrollen. Mit dem Bärlauch-Pesto bestreichen. Und in kleine Rechtecke schneiden. Fünf kleine Rechtecke aufeinander legen und in die gut gefettete Muffinform setzen. ch lege immer das letzte Stück mit der Pesto-Seite nach unten. Für kleine Brötchen nimmt legt man drei Rechtecke zusammen. Mit einem Geschirrtuch abdecken und nochmal an einem warmen Ort für ca. 30 Minuten gehen lassen. 

4. Im vorgeheizten Backofen bei 180°C etwa 25 Minuten backen.

4. Die gebackenen Brötchen aus dem Ofen nehmen. Noch heiß mit der Butter bepinseln. nach Geschmack mit frischen, gehackten Kräutern oder geraspeltem Käse bestreuen.

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Und wenn Du keine Beschäftigung für diesen düsteren Mai-Nachmittag hast, man kann noch die Gefriertruhe ausräumen.

Übrigens, ich habe meine schon letzten Sonntag ordentlich ausgewaschen.

Meine Freundin klingt etwas perplex am Telefon: Sonntags die Truhe abtauen? Du fleißiges Bienchen! Hast Du nichts Schöneres zu tun?

Tja, ich hätte es schon. Aber das passiert , wenn man verschlafen das Brot aus der Truhe nimmt und schließt dabei die Tür nicht ordentlich zu!

Bleibt schön wach!

Edyta

Zimt-Hefe-Muffins

zimt-hefe-muffinsWas ist mit dem Wetter los? Ich backe Zimt-Hefe-Muffins für einen Picknick, suche mir das schönste Kleid im Schrank aus und möchte auf einer Blumenwiese dem Vögelgezwitscher zuhören. Dem Frühling hinterher laufen. Und was haben wir? Eiskälte und frierende Füsse.

Ich habe zwar auch im Sommer frierende Füsse. Aber der Wunsch, um eine Woll-Mütze anzuziehen kommt eher selten. Heute würde ich eine Mütze ohne zögern anziehen. Und eine Kapuze obendrauf. Vergiss den Frühlings-Picknick auf der Wiese. Heißer Tee ist mein Tipp. Zum Glück hat man die Zimt- Muffins dazu. Sehr lecker, wunderschön duftend und diese verschiedenen Formen…

Mein Sternzeichen ist Zwilling. Du vermutest schon, was das heißt? Ein Zwilling steht immer unter Strom. Und leider hat auch zwei Gesichter. Eine unkomplizierte, fröhliche, kontaktfreundliche Seite. Und die andere: launisch, ungeduldig und labil. Ich weiß, wovon ich rede. Schließlich kämpfe ich damit jeden Tag.

Auch bei den Zimt-Hefe -Muffins. Der Teig ist fertig ausgerollt, die Backform eingefettet, es geht an das Formen. Die ersten Zweifeln sind da. Die eine stabile Zwillings-Seite streut Zimt und Zucker und macht eine feste Rolle daraus. Mit sicherer Hand schneidet die Rolle in die Stücke. Für kleine Kränzchen.

Die andere Zwillings-Seite runzelt die Stirn. Was? Kränzchen? Wir machen kleine Bällchen draus, oder noch besser: Rosetten.

Ein Zwilling hat noch nie gleiche Kekse gebacken. Bei dem dritten Herzchen ist er schon gelangweilt und will Sterne und Lämmchen backen. Oder vielleicht Enten? Der Reiz des Neuen verfliegt blitzschnell. Kekse sind was für Kinder. Ein Zwilling braucht eine Herausforderung. Eine richtige Torte! Und dann gibt es kein Fondant zu Hause oder im Internet läuft gerade ein Film. Und der Zwilling wird sofort abgelenkt. Kennst Du auch solche Zwillinge? Kreativ und begeisterungsfähig aber oft ungeduldig? Für einen Partner muss das Leben mit einem Zwilling eine Hölle sein. Es seitdem er ist selber ein Zwilling. Dann tickt man ähnlich. Und es wundert keinen WARUM meine Zimt- Muffins alle unterschiedlich sein müssen 🙂

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Zimt-Hefe-Muffins:

Zutaten:

450 g Mehl+ Mehl zum Ausrollen

1 Päckchen Trockenhefe

180 ml lauwarmes Wasser

eine Prise Salz

3 EL Zucker

Zimt

80 g weiche Butter + 50 g zum Bestreichen

Zucker zum Bestreuen

Zubereitung:

1. Die Hefe mit 3 EL Wasser und 1 EL Zucker verrühren. 1 EL Mehl dazu geben, alles verrühren und abgedeckt etwa 20 Minuten an einem warmen Ort gehen lassen.

2. Dann das restliche Mehl, Wasser, weiche Butter und eine Prise Salz dazu geben. Alles verkneten, bis sich der Teig selbständig vom Rand der Schüssel löst. Den Teig abdecken und an einem warmen Ort gehen lassen.

3. Den Teig in Stücke teilen und auf einer bemehlten Arbeitsfläche ausrollen. Dann noch mit den Händen dünn ziehen. 30 g Butter in einem Topf schmelzen lassen. Den ausgerollten Teig mit der geschmolzenen Butter bestreichen. Zimt und Zucker drüber streuen. Fest aufrollen und in kleine Stücke schneiden.

4. Eine Muffin-Backform einfetten. Die Rolle etwas länger rollen und entweder zu einem Knoten binden. Oder in der Mitte mit dem Finger etwas fester drücken und beide Enden nach oben ziehen. Wie ein Buchstabe V. So in die Muffin-Form setzen. Oder einen Kreis formen. Man kann auch die beiden Enden nach unten geben und das Stück oben rund formen, wie einen Berliner. Natürlich kann man alle Zimt-Muffins gleich formen.

5. Im vorgeheizten Backofen bei 180 Grad 25-30 Minuten backen. Aus der Form lösen und genießen!

hefe-muffins

ostergebaeck-mit-hefeleckere-zimt-muffinshefe-muffins-ohne-eierhefe-teilchen-mit-zimt-und-zuckerIch wünsche Dir eine kreative Zeit mit vielen Ideen und Begeisterung

Edyta

Selbstgemachte Grissini

selbstgemachte-grissiniLeckere, selbstgemachte Grissini knabbert man von morgens bis abends, ohne dabei ein schlechtes Gewissen zu haben. Sie sind ohne Margarine oder tierische Fette, ohne Farbstoffe und Konservierungsmittel.

Der Name Grissini kommt natürlich aus dem Italienischen,,  ghersin” , was eine Brotstange bedeutet. Im 13. Jahrhundert wurde in Italien das Brot nicht nach dem Gewicht sondern nach Stückzahl. So wurde das Brot immer kleiner und leichter. Und schließlich schrumpfte es zu einem Grissini. Einer anderen Legende nach sollen die ersten Grissinis auf dem Hof von König Vittorio Amedeo II. von Savoyen  erfunden worden. Der Herzog hat unter Verdauungsproblemen so gelitten, dass sein Bäcker Antonio Brunero im Jahre 1675 sich etwas besonderes einfallen ließ. Er zauberte dünnes, mürbes Gebäck, das so leicht zu verdauen ist.

Heute sind die Gebäckstangen aus dem Piemont überall bekannt und als Partysnack sehr beliebt. Sie sind knusprig, werden oft mit Mohn, Sesam, Käse, Nüsse oder Gewürzmischungen bestreut. Um diese schöne gelbe Farbe zu bekommen, habe ich Kurkuma benutzt. Zur Abwechslung kann man auch Rote- Bete- Saft oder viele grüne Kräuter nehmen. Lust auf Grissini?

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Selbstgemachte Grissini:

Zutaten:

250 g Weizen- Mehl

eine Prise Salz

10 g frische Hefe

1 TL Kurkuma

150 ml Wasser

1 EL Olivenöl

1 EL Sesam, Kumin, Chili- Flocke, Salz oder getrocknete Kräuter

Die Zubereitung:

1. Hefe in eine Schüssel bröckeln. Mehl, Salz und Kurkuma dazu geben. Wasser und Olivenöl eingießen und alles gut verrühren. Zu einem geschmeidigen Teig verarbeiten, mit einem Küchentuch abdecken und 1, 5 Stunde gehen lassen.

2. Den aufgegangenen Teig vierteln, jedes Viertel in 6 Stücke teilen. Jedes Stück zu einer etwa 30 cm langen Rolle formen. Man kann auch viele kleine Stäbchen machen.

3. Zwei Backbleche mit Backpapier auslegen. Grissini in Sesam, Mohn, Salz oder Kräuter wälzen und auf die Bleche legen. 15 Minuten ruhen lassen.

4. Den Backofen auf 200 Grad vorheizen und Grissini etwa 20 Minuten backen. Bei Bedarf umdrehen und aufpassen, dass sie nicht zu braun werden. In einer Dose bis 2 Wochen aufbewahren und sie bleiben schön knusprig. Buon appetito 🙂

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Grissini- Gebäck aus Piemont
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Auch der Sonnenkönig Ludwig XIV. liebte dieses Gebäck. Es ließ zwei Bäcker aus Italien nach Paris kommen. Leider war das französische Wasser und die Luft nicht gut genug, um das Gebäck aus Turin nachzumachen. Ich hoffe, Ihr werdet mit dem Resultat zufrieden 😉

Ciao Amigos 😉

Edita

Saftige Kartoffelbrötchen- so gelingt der Hefeteig

,,Hefeteig ist nicht mein Freund” – sagte meine Nachbarin Julia und machte ein verlegenes Gesicht. Ausgerechnet Julia, die so leckere Torten und Schoko- Cupcakes backt. Ihren Himmel- Kuchen werde ich Euch nach der Fastenzeit ganz sicher vorstellen. Was mag Julia nicht an den Hefeteig? – forschte ich nach.

,, Der Teig geht bei mir nie auf und wird zäh. Überhaupt die ganze Kneterei dauert viel zu lange. Wer hat denn heutzutage Zeit für das lange Kneten?“
Ich muss grinsen. Genau das ist es. Uns fehlt die Zeit und die Geduld. Alles muss schnell gehen,  leicht zu machen sein und dann noch am besten perfekt. Selber Pasta machen, Maultaschen, Knödel, Hefeteig, wer hat denn schon Zeit dafür? Und vor allem, wenn es dabei, wie Julia sagt, keine Erfolgsgarantie gibt?
 Bei mir zu Hause gab es sehr oft Hefeteig als Streusel- Kuchen, Hörnchen mit Marmelade, kleine Teilchen( sehr lecker mit Quark- Füllung) oder zu Weinachten als Mohn- Roulade. Ich mag Backwaren aus Hefeteig sehr gerne und esse sie schon zum Frühstück. Sie haben in sich etwas…Brötchenhaftes, auch wenn sie süss gefüllt sind. Wenn meine Mutter sagt: ich backe uns einen Kuchen, wer denkt schon an den Hefeteig? Hefeteig gehört zum Alltag, wie die Brötchen zum Frühstück. Und trotzdem haben viele junge Frauen Angst vor ihm. Um Euch die Angst weg zu nehmen, habe ich meine, persönlichen Tipps gesammelt, damit der Hefeteig gelingt.

 Meine Tipps für saftige Kartoffelbrötchen- so gelingt der Hefeteig

 

Tipp Nr.1 Die Hefe

Beim Backen können wir zwischen Trocken- oder Frischhefe wählen. Beide sind vergleichbar, obwohl Trockenhefe als leichter im Gebrauch gilt. Meistens steht im Rezept, welche Hefe man nehmen soll. Obwohl ich immer ein Tütchen Trockenhefe im Schrank habe, nehme ich meistens Frischhefe. Vielleicht bilde ich mir das ein, aber so gedeiht der Teig besser und schmeckt richtig nach Hefe. Aber weiter zum Vergleich. Trockenhefe wird im Schrank aufbewahrt und ihre Haltbarkeit beträgt ein Jahr, Frischhefe dagegen muss man im Kühlschrank lagern und nach 1-2 Wochen kann man sie nicht mehr gebrauchen.
 Trockene Hefe mischt man einfach unter das Mehl, hier man man nichts falsch machen. Frischhefe muss gebröselt und im Wasser aufgelöst werden und erst dann für den Teig verwendet. Die Haltbarkeit bei der frischen Hefe muss man auf ihre Farbe achten. Ist sie hell und beige, riecht angenehm und etwas intensiv, lässt sich leicht bröckeln, so kann man sie gebrauchen. Alte Hefe ist braun, weich und schmierig, riecht unangenehm. Man soll sie nicht mehr nehmen, weil sie ihre Treibkraft verloren hat und der Hefeteig garantiert nicht aufgeht.
 
Ein Päckchen Trockenhefe sind 7 Gramm, ein Würfel Frischhefe 42 Gramm.
Ihr könnt ganz einfach umrechnen, wie man Frischhefe und Trockenhefe umrechnen und umsetzen kann:
 
Eine Würfel Frischhefe= 2 Päckchen Trockenhefe
Ein Päckchen Trockenhefe = 0.5 Würfel Frischhefe
 
Beinahe hätte ich es vergessen: Achtung auf Salz( entzieht den Hefezellen die Feuchtigkeit). Ich achte immer drauf, dass Hefe nicht in Berührung mit Salz kommt, da sie sonst nicht aufgeht. Also zuerst einen Vorteig machen, dann das Salz zum Mehl geben.
Die Zucker: Die Hefe ernährt sich vom Zucker, also Zucker nicht vergessen. So wird der Hefeteig schön ,,gehfreudig“.
 

Tipp Nr. 2 Die Wärme

Der Hefeteig braucht Wärme, um aufzugehen. Die ideale Temperatur liegt bei 20-35 Grad. Nur dann entwickelt die Hefe ihre Treibkraft und kann sich entwickelt, aber wir sollen nicht übertreiben. Die Hitze tötet den Pilz ab. Ich achte immer drauf, dass alle Zutaten Zimmertemperatur haben, decke den Hefeteig mit einem Tuch ab und lasse ihn in aller Ruhe aufgehen. Meine Mutter immer: seid leise, knallt nicht mit der Tür, sonst geht der Hefeteig nicht auf.
 

Tipp Nr. 3 Kneten

Ich knete den Hefeteig immer mit der Hand. Es dauert zwar lange, aber ich finde, diese Beschäftigung hat etwas …Beruhigendes. Fertig ist der Teig, wenn er schön geschmeidig ist, nicht mehr klebt, sich von selbst von der Schüssel löst und Bläschen bildet. Oder wie meine Oma immer sagte, wenn er weich wird, wie ein Feder-Kopfkissen.
 
Jetzt kann nicht mehr schief gehen. Für alle, die ihre Erfahrungen mit dem Hefeteig noch nicht gemacht haben, würde ich mit einfachen, leichten Rezepten anfangen, die gelingsicher sind, wie z. B. Kartoffelbrötchen. Ein leckeres Rezept für jeden Backanfänger.

Saftige Kartoffelbrötchen:

 

Die Zutaten:

3 Kartoffeln
eine halbe Würfel Frischhefe
250 ml lauwarmes Wasser
600 g Mehl type 405
2 EL Olivenöl
Prise Salz und Zucker
 
Die Zubereitung:
1. Drei mittelgrosse Kartoffeln waschen, schälen, in Scheiben schneiden und in einem Topf mit Wasser und Salz weich kochen. Die abgekühlten Kartoffeln mit einer Gabel oder Kartoffelstampfer zerdrücken.
2. Hefe und Zucker im lauwarmen Wasser auflösen. Kurz aufgehen lassen und zu den Kartoffeln geben. Umrühren und dann Olivenöl und Mehl dazu geben. Nach Geschmack eine gute Prise Salz geben. Jetzt wird der Teig geknetet, es dauert eine Weile, bis alles schön vermischt ist und der Teig nicht mehr klebt. Soll es zu viel kleben, etwas Mehl dazu geben. Wenn er zu klebrig ist, kann etwas Wasser helfen. Spätestens nach 10 Minuten ist der Teig fertig. Und kann eine halbe Stunde ruhen. Deckt die Schüssel mit einem Tuch ab, damit der Teig nicht austrocknet.
3. Zwei Backbleche Backpapier auslegen und 12 runde Brötchen formen und auf die Bleche legen. Viertel Stunde bleiben sie liegen und dann werden sie im vorgeheizten Ofen gebacken.
Backofen auf 190 Grad vorheizen, Backzeit: etwa 30 Minuten.
4. Fertig sind unsere saftige Kartoffelbrötchen und vergisst bitte nicht: In der Ruhe liegt die Kraft.
In diesem Sinne- alles Gute 🙂

Alles Gute,

Edyta