Herzchen- Krapfen

herzchen- krapfen

Gibt es eine schönere Beschäftigung im Karneval als Krapfenbacken? Und bei diesen duftenden Herzchen- Krapfen freut man sich besonders.

Aus einem süßen Hefeteig gemacht. Im heißen Fett ausgebacken. Ohne Füllung, dafür aber ausgiebig in Zucker und Vanille- Zucker gewälzt.

Wer sich für diese Faschingskrapfen, eine Herz- Ausstechform aussucht, soll ein beachtet. Die Ausstechformen dürfen nicht zu klein sein. Der Hefeteig geht ordentlich auf. Und wer winzige Förmchen nimmt, bekommt später Bällchen, statt Herzchen. Man kann sich aber noch helfen. Mit einem Messer den Teig einstehen, damit man die Herz- Form gut sieht. Und mit den Fingern die Spitze ziehen lassen. Keine Angst, schließlich handelt es sich, um die handgemachte Unikate. Besser als das gekaufte Zeug. Und es ist so entspannend, wenn man den Hefe- Teig knetet. Den weichen, geschmeidigen Teig in den Fingern spüren. Den leichten Hefeduft riechen. Bei mir weckt es Kindheitserinnerungen. Beruhigt und bringt das Gefühl der Geborgenheit. Hefe statt Yoga?

Wenn es hilft 🙂

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Herzchen- Krapfen:

Zutaten:

250 ml Milch

42 g Hefe

100 g Zucker

40 g Butter

500 g Weizenmehl

3 Eidotter

eine Prise Salz

2 EL Rum

zusätzlich:

1 kg Butterschmalz oder Fett zum Frittieren

Zucker, Vanille- Zucker zum Wälzen

Zubereitung:

1. Die Milch leicht erwärmen, darf aber nicht zu heiß sein. Hefe hinein bröckeln und mit 1 EL Zucker bestreuen. Mit einem Tuch zudecken und 10- 15 Minuten gehen lassen.

2. Die Butter zerlassen und lauwarm abkühlen lassen.

3. Den Vorteig mit dem Mehl verrühren. Dann die Eidotter und eine Prise Salz dazu geben. Rum und die zerlassene Butter dazugeben. Alles verrühren und den Teig ordentlich kneten, bis er Blasen wirft. Dann abdecken und an einem warmen Ort gehen

lassen, bis er den Volumen verdoppelt.

4. Den Teig nochmal kneten, ausrollen und Herzen ausstechen. Auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen, abdecken und 10 Minuten gehen lassen. Eventuell mit dem Messer etwas nachschneiden, damit die Herzchen die Form behalten.

5. Das Fett auf 170 Grad erhitzen. Die Herzchen von beiden Seiten goldgelb backen. Auf Küchenpapier abtropfen lassen und noch heiß in Zucker- Vanille- Zucker- Mischung wälzen. Genießen!

Mein Tipp:

Wie erkennt man, ob das Fett heiß genug zum Frittieren ist? Kochlöffel-Test machen. Den Holzstiel ins Fett halten, wenn sich die Bläschen bilden, ist die Hitze ausreichend.

rezept-krapfen-herzchenDie magische Kraft der Geborgenheit… Lass uns auftanken und neue Kräfte sammeln. Und wenn es Dir danach ist, auch Karneval feiern 🙂

Schönes Wochenende

Edyta

Zupfbrötchen mit Bärlauch

zupfbrotchen-mit-barlauchWas kann man Schönes an einem verregneten Mainachmittag machen? Fröhlich die Wohnung aufräumen. Zwei Wachmaschinen vollstopfen und kurz danach singend den Wäscheberg aufhängen. Socken sortieren. Man kann aber auch etwas Backen. Und rate Mal, was ich am liebsten mache? Zupfbrötchen mit Bärlauch backen!

Pull apart bread kennt jeder. Es gab schon auf dem Blog ein Zupfbrot mit Zimt und Zucker. Heute geht es herzhaft zur Sache. Es gibt pull apart rolls! Leckere Zupfbrötchen. Ich hatte noch etwas Bärlauch im Garten und ein schnelles Pesto passt sehr gut dazu. Wer mag, kann etwas Käse oder Kräuter nehmen. Eine süße Version mit Zimt klingt auch sehr verlockend.

Diese leckeren Hefe-Brötchen werden entweder in einer Muffin-Backform oder in einzelnen Förmchen gebacken. Ich habe sofort zwei Sorten gemacht. Große Brötchen, wo man viel zum Zupfen hat. Und kleine feine Teilchen. Es geht einfach. Man rollt den Hefeteig aus, bestreicht ihn mit Pesto und schneidet in rechteckige Stücke. Dann legt man fünf Stücke auf einander, nur das letzte Stück mit der Pesto-Seite nach unten. Fertig ist ein grosses Brötchen.

Für die kleinen Muffins legt man drei Teigstücke aufeinander. Die Brötchen landen in einer Backform mit den Falten nach oben, so lassen sie sich später gut zupfen. Und sehen sehr ansprechend aus. Noch goldbraun backen bis das ganze Haus duftet. Und dann kommt das Beste.

Wie hat immer meine Eifel- Oma gesagt : ,, Zum Schluss die gute Butter nehmen”. Und die Hefe- Muffins ordentlich damit bepinseln! Verführerisch, lecker, unwiderstehlich….

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Zupfbrötchen mit Bärlauch:

Zutaten:

500 g Mehl

20 g frische Hefe

0,5 TL Honig

210 ml lauwarmes Wasser

2 EL Olivenöl + 2 EL Olivenöl

eine Prise Salz

2 Knoblauch-Zehe

2 EL Bärlauch, gehackt

zusätzlich:

3 EL Butter zum Bepinseln

etwas Mehl

Fett für die Backform

Zubereitung:

1. Eine Muffin-Backform gut einfetten.

Die Hefe mit dem Honig im lauwarmen Wasser auflösen. Zwei EL Olivenöl dazu geben und etwa 10 Minuten ruhen lassen. Das Mehl und den Salz dazu geben und gut durchkneten.

Den Teig abdecken und an einem warmen Platz gehen lassen.

2. Bärlauch, Knoblauch, Salz und Olivenöl in einem Blitzhacker fein zerkleinern.

3.Den Hefeteig auf einer bemehlten Arbeitsfläche rechteckig und ziemlich dünn ausrollen. Mit dem Bärlauch-Pesto bestreichen. Und in kleine Rechtecke schneiden. Fünf kleine Rechtecke aufeinander legen und in die gut gefettete Muffinform setzen. ch lege immer das letzte Stück mit der Pesto-Seite nach unten. Für kleine Brötchen nimmt legt man drei Rechtecke zusammen. Mit einem Geschirrtuch abdecken und nochmal an einem warmen Ort für ca. 30 Minuten gehen lassen. 

4. Im vorgeheizten Backofen bei 180°C etwa 25 Minuten backen.

4. Die gebackenen Brötchen aus dem Ofen nehmen. Noch heiß mit der Butter bepinseln. nach Geschmack mit frischen, gehackten Kräutern oder geraspeltem Käse bestreuen.

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Und wenn Du keine Beschäftigung für diesen düsteren Mai-Nachmittag hast, man kann noch die Gefriertruhe ausräumen.

Übrigens, ich habe meine schon letzten Sonntag ordentlich ausgewaschen.

Meine Freundin klingt etwas perplex am Telefon: Sonntags die Truhe abtauen? Du fleißiges Bienchen! Hast Du nichts Schöneres zu tun?

Tja, ich hätte es schon. Aber das passiert , wenn man verschlafen das Brot aus der Truhe nimmt und schließt dabei die Tür nicht ordentlich zu!

Bleibt schön wach!

Edyta

Leckere Hefe- Rugelach

leckere-hefe-rugelachProst Neujahr!

Wieder ist ein Jahr vergangen, für das Jahr 2019 wünsche ich Euch von ganzem Herzen viel Gesundheit, Liebe, Zufriedenheit und natürlich viele leckere Rezepte. Ich hoffe, Euch geht es gut, Ihr seid schon ausgeschlafen, ausgeruht, gut gelaunt und hungrig. Vor allem hungrig. Da hätte ich etwas in der Keks-Dose: leckere Hefe- Rugelach.

Rugelach sind uns sind sie sehr populär und in verschiedenen Variationen gebacken. Mal mit Mürbeteig, Mal mit Hefeteig oder mit Öl-Quark-Teig. Ich liebe diese Hefe- Rugelach, weil sie gut zum Naschen sind. Auch wenn man in den Feiertagen richtig satt geworden ist, zwei, drei kleine Rugelach passen noch immer rein. Und wie gemütlich kann das Leben sein…Das wünsche ich Euch für das ganze Jahr 2019!

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Leckere Hefe- Rugelach:

Zutaten:

300 g Weizen-Mehl

1 Päckchen Trockenhefe( 7 g)

200 g Butter

2 Eidotter

3 EL Saure Sahne( Schmand)

eine Prise Salz

Puderzucker

Füllung nach Geschmack: Marmelade, Mohn- Masse, Nutella, Zimtzucker, gemahlene Nüsse mit Zimt und Zucker

Zubereitung:

1. Mehl und Trockenhefe in einer Schüssel mischen. Butter dazu geben und alles zusammen kneten.

Saure Sahne, Eidotter und eine Prise Salz hinzufügen und alles mit dem Handmixer verrühren und dann mit der Hand zu einem geschmeidigen Teig kneten. Für 20 Minuten in den Kühlschrank stellen.

2. Den Teig aus dem Kühlschrank nehmen, ausrollen in kleine Dreiecke etwas 7 cm lang schneiden,

mit einer Füllung bestreichen und von der Breitseite zu Hörnchen aufrollen. Für die Füllung habe ich gemahlene Nüsse mit etwas Zimt und Zucker vermischt.

3. Den Backofen auf 160 Grad vorheizen und Rugelach 10-12 Minuten goldgelb backen. Noch heiß im Puderzucker wälzen. Guten Appetit!

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Eure Edyta

Hefe- Mohn- Kuchen mit Mandeln

hefe-mohn-kuchen-mit-mandelnDiesen leckeren Hefe- Mohnkuchen mit Mandeln gab es bei uns dieses Jahr zu Ostern. Die Zeitangabe stimmt. Es gab, ist schon richtig. Die besten Kuchen verschwinden bei uns zuerst, aber zum Schluss wird sogar schon etwas hartes Hefegebäck aus dem Osterkorb aufgegessen. Wenn Ihr diesen Brauch nicht kennt, nur kurz zur Erklärung: am Karsamstag werden in Polen in der katholischen Kirche Osterspeisen gesegnet. Jede Familie bereitet einen kleinen Weidekorb mit Brot, Schinken, kleinem Gugelhupf( Babka), Eiern( mit Zwiebelschalen gefärbt), Wurst, Meerrettich- Wurzel, Salz und Lamm aus Zucker. Erst am nächsten Tag, also am Ostersonntag werden diese Speisen zum Frühstück gegessen. Es ist ein schöner Brauch, besonders beliebt bei den Kindern. Die Ostereier werden bunt gefärbt und oft mit verschiedenen Mustern verziert. Oft werden diese Eier weiter geschenkt oder untereinander getauscht.
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Und Oster- Montag läuft unter dem komischen Motto: Smingus- Dyngus. Der Tag des Wassergießens. Ich weiß nicht genau, was diese Wörter heißen. Smigus, smingus- dyngus. Angeblich stammt das Wort: Dyngus sogar aus dem Deutschen: dingen. Naja, egal. Das Wichtigste ist, am Oster- Montag soll man lieber zu Hause bleiben. Auf der Strasse, besonders vor den Kirchen, lauern Männer und Jugendliche mit dem Eimern voll Wasser und schauen nach den Opfern. In der alten Tradition sollte man die Frauen am Oster-Montag mit Wasser begießen, damit ihre Schönheit und Gesundheit noch weiter erhalten werden. Und in kleinen, familiären Kreisen benutzt man an diesem Tag einfach Parfüm. So sind die alten Bräuche, ob man sie mag oder nicht. Und jetzt biete ich zum Tisch. Der Hefe- Mohn- Kuchen mit Mandeln wartet 🙂
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Hefe- Mohn- Kuchen mit Mandeln:

Die Zutaten für den Teig:

300 g Mehl

1 Päckchen Hefe( instant)

40 g Zucker

1 Päckchen Vanillin- Zucker

Prise Salz

50 g zerlassene Butter oder Margarine

125 ml lauwarme Milch

Belag:

1 Zitrone, bio

3 Päckchen Mohnback

120 g Zucker

100 g Mandel- Blättchen

1 Eigelb

2 EL Milch

Die Zubereitung:

1. Einen Backblech mit Backpapier auslegen.

2. Die lauwarme Milch mit Hefe, Zucker und Vanillin- Zucker zusammen rühren und halbe Stunde stehen lassen. Dann das Mehl, Prise Salz, und die Butter dazu geben. Die Milch darf natürlich nicht zu heiß sein( wegen Hefe). Jetzt wird alles ordentlich geknetet und dann stehen gelassen, etwa eine halbe Stunde.

3. Nochmal alles durchkneten und in zwei Stücke teilen. Ein Stück ausrollen und auf den Backblech geben. Abdecken und auf Seite stellen.

4. Der Belag: die Zitrone waschen und die Schale fein reiben. Die Zitronenschale, Mohn und Zucker verrühren und mit etwas Zitronensaft abschmecken. Auf dem Kuchenboden verteilen.

5. Das zweite Teig- Stück ausrollen und dünne Streifen schneiden. Zwei Streifen nehmen und umeinander wickeln. Auf dem Kuchen schräg legen. Jetzt noch das Eigelb mit der Milch verrühren und den Teig damit bepinseln. Mandelblättchen auf der Mohn- Masse streuen.

6. Den Backofen auf 200 Grad vorheizen. Den Hefe- Mohn- Kuchen etwa 30 bis 35 Minuten goldgelb backen.Den abgekühlten Kuchen kann man mit Zuckerguss überziehen.

hefe-mohn-kuchen-rezept
ostermohnkuchen
Die Quelle des Rezeptes eatsmarter 

Guten Appetit und einen schönen Oster- Montag noch 🙂

Edyta

Saftige Kartoffelbrötchen- so gelingt der Hefeteig

,,Hefeteig ist nicht mein Freund” – sagte meine Nachbarin Julia und machte ein verlegenes Gesicht. Ausgerechnet Julia, die so leckere Torten und Schoko- Cupcakes backt. Ihren Himmel- Kuchen werde ich Euch nach der Fastenzeit ganz sicher vorstellen. Was mag Julia nicht an den Hefeteig? – forschte ich nach.

,, Der Teig geht bei mir nie auf und wird zäh. Überhaupt die ganze Kneterei dauert viel zu lange. Wer hat denn heutzutage Zeit für das lange Kneten?“
Ich muss grinsen. Genau das ist es. Uns fehlt die Zeit und die Geduld. Alles muss schnell gehen,  leicht zu machen sein und dann noch am besten perfekt. Selber Pasta machen, Maultaschen, Knödel, Hefeteig, wer hat denn schon Zeit dafür? Und vor allem, wenn es dabei, wie Julia sagt, keine Erfolgsgarantie gibt?
 Bei mir zu Hause gab es sehr oft Hefeteig als Streusel- Kuchen, Hörnchen mit Marmelade, kleine Teilchen( sehr lecker mit Quark- Füllung) oder zu Weinachten als Mohn- Roulade. Ich mag Backwaren aus Hefeteig sehr gerne und esse sie schon zum Frühstück. Sie haben in sich etwas…Brötchenhaftes, auch wenn sie süss gefüllt sind. Wenn meine Mutter sagt: ich backe uns einen Kuchen, wer denkt schon an den Hefeteig? Hefeteig gehört zum Alltag, wie die Brötchen zum Frühstück. Und trotzdem haben viele junge Frauen Angst vor ihm. Um Euch die Angst weg zu nehmen, habe ich meine, persönlichen Tipps gesammelt, damit der Hefeteig gelingt.

 Meine Tipps für saftige Kartoffelbrötchen- so gelingt der Hefeteig

 

Tipp Nr.1 Die Hefe

Beim Backen können wir zwischen Trocken- oder Frischhefe wählen. Beide sind vergleichbar, obwohl Trockenhefe als leichter im Gebrauch gilt. Meistens steht im Rezept, welche Hefe man nehmen soll. Obwohl ich immer ein Tütchen Trockenhefe im Schrank habe, nehme ich meistens Frischhefe. Vielleicht bilde ich mir das ein, aber so gedeiht der Teig besser und schmeckt richtig nach Hefe. Aber weiter zum Vergleich. Trockenhefe wird im Schrank aufbewahrt und ihre Haltbarkeit beträgt ein Jahr, Frischhefe dagegen muss man im Kühlschrank lagern und nach 1-2 Wochen kann man sie nicht mehr gebrauchen.
 Trockene Hefe mischt man einfach unter das Mehl, hier man man nichts falsch machen. Frischhefe muss gebröselt und im Wasser aufgelöst werden und erst dann für den Teig verwendet. Die Haltbarkeit bei der frischen Hefe muss man auf ihre Farbe achten. Ist sie hell und beige, riecht angenehm und etwas intensiv, lässt sich leicht bröckeln, so kann man sie gebrauchen. Alte Hefe ist braun, weich und schmierig, riecht unangenehm. Man soll sie nicht mehr nehmen, weil sie ihre Treibkraft verloren hat und der Hefeteig garantiert nicht aufgeht.
 
Ein Päckchen Trockenhefe sind 7 Gramm, ein Würfel Frischhefe 42 Gramm.
Ihr könnt ganz einfach umrechnen, wie man Frischhefe und Trockenhefe umrechnen und umsetzen kann:
 
Eine Würfel Frischhefe= 2 Päckchen Trockenhefe
Ein Päckchen Trockenhefe = 0.5 Würfel Frischhefe
 
Beinahe hätte ich es vergessen: Achtung auf Salz( entzieht den Hefezellen die Feuchtigkeit). Ich achte immer drauf, dass Hefe nicht in Berührung mit Salz kommt, da sie sonst nicht aufgeht. Also zuerst einen Vorteig machen, dann das Salz zum Mehl geben.
Die Zucker: Die Hefe ernährt sich vom Zucker, also Zucker nicht vergessen. So wird der Hefeteig schön ,,gehfreudig“.
 

Tipp Nr. 2 Die Wärme

Der Hefeteig braucht Wärme, um aufzugehen. Die ideale Temperatur liegt bei 20-35 Grad. Nur dann entwickelt die Hefe ihre Treibkraft und kann sich entwickelt, aber wir sollen nicht übertreiben. Die Hitze tötet den Pilz ab. Ich achte immer drauf, dass alle Zutaten Zimmertemperatur haben, decke den Hefeteig mit einem Tuch ab und lasse ihn in aller Ruhe aufgehen. Meine Mutter immer: seid leise, knallt nicht mit der Tür, sonst geht der Hefeteig nicht auf.
 

Tipp Nr. 3 Kneten

Ich knete den Hefeteig immer mit der Hand. Es dauert zwar lange, aber ich finde, diese Beschäftigung hat etwas …Beruhigendes. Fertig ist der Teig, wenn er schön geschmeidig ist, nicht mehr klebt, sich von selbst von der Schüssel löst und Bläschen bildet. Oder wie meine Oma immer sagte, wenn er weich wird, wie ein Feder-Kopfkissen.
 
Jetzt kann nicht mehr schief gehen. Für alle, die ihre Erfahrungen mit dem Hefeteig noch nicht gemacht haben, würde ich mit einfachen, leichten Rezepten anfangen, die gelingsicher sind, wie z. B. Kartoffelbrötchen. Ein leckeres Rezept für jeden Backanfänger.

Saftige Kartoffelbrötchen:

 

Die Zutaten:

3 Kartoffeln
eine halbe Würfel Frischhefe
250 ml lauwarmes Wasser
600 g Mehl type 405
2 EL Olivenöl
Prise Salz und Zucker
 
Die Zubereitung:
1. Drei mittelgrosse Kartoffeln waschen, schälen, in Scheiben schneiden und in einem Topf mit Wasser und Salz weich kochen. Die abgekühlten Kartoffeln mit einer Gabel oder Kartoffelstampfer zerdrücken.
2. Hefe und Zucker im lauwarmen Wasser auflösen. Kurz aufgehen lassen und zu den Kartoffeln geben. Umrühren und dann Olivenöl und Mehl dazu geben. Nach Geschmack eine gute Prise Salz geben. Jetzt wird der Teig geknetet, es dauert eine Weile, bis alles schön vermischt ist und der Teig nicht mehr klebt. Soll es zu viel kleben, etwas Mehl dazu geben. Wenn er zu klebrig ist, kann etwas Wasser helfen. Spätestens nach 10 Minuten ist der Teig fertig. Und kann eine halbe Stunde ruhen. Deckt die Schüssel mit einem Tuch ab, damit der Teig nicht austrocknet.
3. Zwei Backbleche Backpapier auslegen und 12 runde Brötchen formen und auf die Bleche legen. Viertel Stunde bleiben sie liegen und dann werden sie im vorgeheizten Ofen gebacken.
Backofen auf 190 Grad vorheizen, Backzeit: etwa 30 Minuten.
4. Fertig sind unsere saftige Kartoffelbrötchen und vergisst bitte nicht: In der Ruhe liegt die Kraft.
In diesem Sinne- alles Gute 🙂

Alles Gute,

Edyta

Zimt- Hefe- Faltenbrot

zimt-hefe-faltenbrotSpät am Abend habe ich diesen leckeren Zimt-Hefe-Kuchen gebacken und habe mir noch keine Gedanken gemacht, wie ich ihn fotografieren soll: Hintergründe, Props und Beleuchtung, schon ist die Hälfte verschwunden. Die Familie war sich einig. Du kannst den Kuchen nochmal backen. Der schmeckt doch so gut. Klar kann ich ihn später backen, aber was zeige ich meinen Lesern? Mit diesem Kuchen wollte ich den Karneval eröffnen. Meine Wahl soll Euch nicht wundern. Das Hefegebäck wird so großzügig gebuttert, dass es im Geschmack stark an Karnevalsgebäck wie Muuzen oder Krapfen erinnert. In Köln wird jedes Jahr Dreigestirn gewählt, so habe ich auch für Euch drei Leckereien für Karneval vorbereitet. Heute präsentiere ich ein Rezept für Zimt- Faltenbrot. Helau!
zimt-zupfbrot-rezept

Zimt- Hefe- Faltenbrot:

Die Zutaten für den Teig:

 
700 g Weizenmehl
100 g Zucker
5 TL Hefe
Prise Salz
200 ml Milch
110 g Butter
4 Eier
2 TL Vanillin- Zucker
Mehl und Fett für die Form
etwas Mehl für die Arbeitsfläche
 

Zimtfüllung:

110 g Butter
260 g Zucker
2 EL Zimt
Prise Muskat
 
Die Zubereitung:
1. Vier Eier cremig rühren, auf die Seite stellen. In einer großen Schüssel trockenes Hefepulver mischen Sie einfach direkt unter das Mehl. 100 g Zucker, Salz dazu geben. Milch in einem Topf etwas erwärmen und die Butter dadrin lösen, man muss aber dabei achten, dass die Milch nicht überkocht. Vanillin- Zucker hinzufügen und alles etwas erkalten lassen. Ich kenne noch von Zuhause, dass man mit der heißen Flüssigkeit und Hefe aufpassen muss. Hitze tötet die Hefe ab oder zu heiße Milch kann den Wachstum hemmen. Passt also gut auf, dass die Milch nicht zu heiß ist, man kann es mit dem Finger probieren 😉
2. Die inzwischen kalt gewordene Butter- Milch in die Mehlmischung geben und verkneten. Eier hinzufügen und alles verkneten. Jetzt muss der Teig ,, gehen“. Ich decke die Schüssel „beim Gehen“ mit einem und sauberen Tuch ab. Nachdem sich das Volumen verdoppelt hat, knete ich alles noch einmal kräftig durch. Dann ist der Hefeteig fertig, um verarbeitet zu werden.
3. Inzwischen kann man die Füllung zubereiten. In einem Topf löse ich die Butter auf und warte bis sie leicht braun wird. Dann stelle ich den Topf auf Seite. In einer Schüssel mische ich Zimt, Zucker und Muskat zusammen.
4. Den Backofen auf 180 Umluft vorheizen und eine Backform fetten und mehlen. ich habe eine feuerfeste Auflaufform genommen, weil man durch die durchsichtigen Wände alle Fältchen sehr schön sehen kann. Es ist das erste Mal in meinem Leben, dass ich mich freuen, wenn ich Falten sehe 😉
4. Auf einer bemehlten Arbeitsfläche rolle ich den Teig aus und verteile die zerlassene Butter mit einer Pinsel. Dann streue ich die Zucker-Zimt- Mischung drüber und schneide den Teig in schmale Streifen. Die einzelnen Streifen falte ich zusammen in wwwww-Schlangen oder wie eine Ziehharmonika und lege in die Auflaufform. Jetzt landet das ganze im Backofen für etwa 60 Minuten. Nach dieser Zeit nimmt der Kuchen goldene Farbe und überall duftet es nach Zimt und frisch Gebackenem. Herrlich 🙂 Guten Appetit!

 

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Alles Liebe

Edyta